Jessica Moretti: «Ich möchte mit den Ermittlern zusammenarbeiten»

Laurin Zaugg
Laurin Zaugg

Crans-Montana,

Jessica Moretti äussert sich gegenüber einer italienischen Zeitung zu den Geschehnissen in Crans-Montana. Sie will, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Jessica Moretti
Jessica Moretti will, dass die Wahrheit ans Licht kommt. - Corriere della Sera

Das Wichtigste in Kürze

  • Jessica Moretti spricht bei einer italienischen Zeitung über ihre Sicht der Dinge.
  • Es ist das erste Mal seit der Feuer-Tragödie, dass sie sich öffentlich äussert.
  • Auch ein Brief, den sie und ihr Mann an ihre Angestellten geschickt hatten, wird erwähnt.

«Ich will die Wahrheit wissen», so die Worte von Jessica Moretti.

Gemeinsam mit ihrem Mann Jacques betrieb sie die Bar «Le Constellation» in Crans-Montana. Sie steht deshalb im Zentrum der Untersuchungen zum Brand in der Bar in der Neujahrsnacht, bei dem 41 Menschen starben.

In einem Lokal in Sion spricht sie mit der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» erstmals öffentlich über die Geschehnisse.

Die 40-Jährige setzt sich für die Wahrheit ein: «Es wurden viele Lügen erzählt, zu viele. Unter anderem, dass ich mit der Kasse geflohen sei. Ich bin nie geflohen. Und ich fliehe auch jetzt nicht», sagt sie.

Jessica Moretti verstehe die Wut der Opfer, sei sich aber sicher, dass die Wahrheit auch ihnen helfen werde. «Ich möchte mit den Ermittlern zusammenarbeiten», sagt sie. Vor dem Gespräch mit der Zeitung wurde sie ein weiteres Mal verhört.

Brief an die Angestellten

Bereits am Vortag wurde ein Brief der Morettis an ihre Angestellten veröffentlicht. Darin heisst es unter anderem: «Wir übernehmen diese Verantwortung, ohne in irgendeiner Weise zu versuchen, euch die Schuld zuzuschieben.»

Weiter sei es den Morettis wichtig, den Angestellten zu sagen: «Dass wir sie nicht vergessen haben und dass alles, was gesagt wird, völlig falsch ist.» So äussert sich Jessica Moretti in der italienischen Zeitung.

«Wir leben isoliert»

Der Brief soll laut Moretti zur Richtigstellung dienen. «Wir leben isoliert. Wir sind während der Ermittlungen völlig auf uns allein gestellt», sagt sie. Das Schreiben sei ihre einzige Möglichkeit, sich auszudrücken.

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Die Morettis zeigen sich «verletzt durch die zahlreichen diffamierenden Gerüchte», die nach der Tragödie verbreitet wurden.

Nachdem eine unbekannte Person eine Kaution in Höhe von 400'000 Franken hinterlegt hatte, ist das Ehepaar Moretti auf freiem Fuss.

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Kommentare

User #5224 (nicht angemeldet)

Meloni beschwert sich täglich über die Schweiz wegen Crans Montana. Das ist für sie weder ein Spass noch ein Sidequest.

User #5224 (nicht angemeldet)

Die Kooperation milddrt ihr Strafmass. Ich wette Nau legt aber der Jessica Wort in den Mund. Sie hat das mit der Kasse längst zugegen ☝🏻 heheeh lol

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