Jeder dritte junge Mann hat toxisches Männerbild
Bei Schweizer Männern sind dominante Männlichkeitsbilder weit verbreitet. Besonders ausgeprägt ist das laut einer Studie in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen.

Das Wichtigste in Kürze
- Problematische dominante Männerbilder sind in der Schweiz weit verbreitet.
- Diese gehen häufig mit Gewaltakzeptanz sowie Queer- und Frauenhass einher.
- Besonders bei den jungen Männern ist das dominante Männlichkeitsbild en vogue.
Fast jeder dritte junge Mann in der Schweiz hat ein problematisches Männerbild.
Gemeint sind Männer mit ausgeprägt dominanten Vorstellungen von Männlichkeit. Diese gehen häufiger mit Gewaltakzeptanz sowie frauen- und queerfeindlichen Einstellungen einher.
Zu diesem Ergebnis kommt die Universität Zürich in einer neuen Studie. Es sei das erste Mal, dass solche Daten für die Schweiz vorliegen, teilte die Universität am Dienstag mit.
Junge Männer fürchten Ausgrenzung
Die Forschenden befragten eine repräsentative Stichprobe von mehr als 6000 Personen in der Schweiz. Die Befragung drehte sich um Geschlechterrollen, Partnerschaft, Sexualität und Gleichstellung.
Besonders auffällig sind die Ergebnisse bei den Männern im Alter von 18 bis 24 Jahren.
In dieser Altersgruppe weisen 31 Prozent ein besonders problematisches Männerbild auf. Über alle Altersgruppen hinweg fällt jeder fünfte Mann in diese Kategorie.
Die Studie erfasste zudem auch eine Besorgnis der jungen Männer. So fürchtet jeder zweite, dass «richtige Männer an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden».








