Winterthur: Acht Ziele und 19 Massnahmen für die Jahre bis 2030
Der Stadtrat von Winterthur hat seine Schwerpunkte für die Legislatur 2026 bis 2030 festgelegt. Im Zentrum stehen Klimaschutz, Lebensqualität und Finanzen.

Mit den Legislaturschwerpunkten beschliesst der Stadtrat den politischen Fokus für die Jahre 2026 bis 2030. Im Zentrum stehen 8 Legislaturziele, die mit insgesamt 19 Massnahmen hinterlegt sind. Sie werden unter den Schwerpunkten «Klimaschutz und Klimaresilienz», «Lebensqualität und soziale Vielfalt», «Stadtentwicklung und Wirtschaftsstandort» und «Finanzielle Stabilität und digitale Transformation» zusammengefasst.
Die Ziele orientieren sich an den aktuellen Entwicklungen und greifen zentrale Herausforderungen der Stadt auf, die der Stadtrat gemeinsam als Team gezielt angeht.
Für die Legislaturschwerpunkte wurden vorrangig Vorhaben aus bestehenden Strategien als Massnahmen ausgewählt, um deren Umsetzung zielgerichtet voranzutreiben. Dafür analysierte der Stadtrat zusammen mit Mitarbeitenden aus allen Departementen bestehende Strategien, Programme und Planungsgrundlagen und identifizierte prioritäre Massnahmen, die einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Legislaturziele leisten sollen. Diese will er auch vor dem Hintergrund des anstehenden Haushaltentlastungsprogramms in den nächsten vier Jahren gemeinsam, bewusst und fokussiert umsetzen – neben zahlreichen weiteren wichtigen Projekten und Aufgaben, die zusammen mit der Stadtverwaltung umgesetzt werden.
Folgende Schwerpunkte hat der Stadtrat festgelegt:
Klimaschutz und Klimaresilienz
Die Folgen des Klimawandels sind auch in Winterthur spürbar: immer wärmere Temperaturen, Extremwetterereignisse und zunehmende Trockenheit. Sie stellen eine Belastung für die Bevölkerung, die Natur und die städtische Infrastruktur dar. Um die Erderwärmung zu begrenzen, müssen die Treibhausgasemissionen konsequent reduziert werden.
Darum sollen fossile Heizungen in städtischen Gebäuden ersetzt werden. Gleichzeitig stärkt Winterthur seine Klimaresilienz und passt sich an die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels an, zum Beispiel durch die Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans, die Weiterentwicklung des Baumbestands und die Entsieglung von Strassenflächen. Durch den Bau der Velorouten und die Umsetzung der Mobilitätsstrategie Neuhegi-Grüze treibt Winterthur die Mobilitätswende voran und sorgt so für weniger Emissionen durch den Verkehr.
Lebensqualität und soziale Vielfalt
Winterthur ist beliebt und wächst. Um die hohe Lebensqualität für alle Winterthurerinnen und Winterthurer zu bewahren, sollen bestehende Strategien zur wachstumsgerechten und nachhaltigen Entwicklung der Stadt umgesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Altersstrategie oder die neue Sicherheitsstrategie, welche dafür sorgen sollen, dass Winterthur auch in Zukunft für alle Menschen eine lebenswerte und sichere Stadt bleibt.
Indem die Stadt Begegnungsorte stärkt, ermöglicht sie soziokulturelle Teilhabe und fördert Vielfalt. Zudem soll die Stadt auch bezahlbaren Wohn- und Gewerberaum sichern, wofür sie die Portfoliostrategie Wohnen erarbeitet, die Bau- und Zonenordnung revidiert und Massnahmen ergreift, damit Bauland im Baurecht an Gemeinnützige abgegeben werden kann.
Stadtentwicklung und Wirtschaftsstandort
Winterthur entwickelt seine Schwerpunkträume vorausschauend weiter. Dafür untersucht die Stadt bestehende Arbeitsplatzgebiete. Die Revision der Bau- und Zonenordnung schafft geeignete Flächen und damit die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts.
Winterthur positioniert sich damit regional, national und international als attraktiver Wirtschaftsstandort und nutzt seine Standortvorteile gezielt: die gute Verkehrserschliessung, die hohe Unternehmens- und Innovationsdichte, den starken Bildungs- und Hochschulstandort, den industriellen Kern sowie die hohe Lebensqualität und Standortidentifikation.
Finanzielle Stabilität und digitale Transformation
Winterthur richtet seine Leistungen, Prozesse und Strukturen so aus, dass die Stadt finanziell handlungsfähig bleibt. Mittel werden gezielt dort eingesetzt, wo sie den grössten Nutzen schaffen. Mit dem Projekt «Haushaltsentlastung 2030» sollen der finanzielle Handlungsspielraum der Stadt langfristig erhalten und ein robuster Finanzhaushalt gesichert werden.
Zudem vertritt die Stadt ihre finanziellen Interessen aktiv, wenn sich Rahmenbedingungen verändern – zum Beispiel beim kantonalen Finanzausgleich. Gleichzeitig entwickelt sie die Verwaltung weiter und nutzt die Chancen der digitalen Transformation, um zeitgemässe und bedarfsgerechte Angebote für Bevölkerung und Unternehmen zu schaffen. Eine mögliche KI-Basisplattform wird in einem Pilotprojekt mit weiteren Partnern erprobt und ausgewertet.
Mit dem Projekt «Workplace der Zukunft» wird der digitale Arbeitsplatz der Stadt Winterthur weiterentwickelt.
Die Legislaturschwerpunkte können unter stadt.winterthur.ch heruntergeladen werden.







