ABB hat einen Auftrag für das CO2-Einlagerungsprojekt «Northern Lights» erhalten. Dieses ist für den Betrieb der CO2-Transportanlagen verantwortlich.
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Das Logo der ABB. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das norwegische Energieunternehmen Aker hat der ABB einen Auftrag erteilt.
  • Das Unternehmen ist für das CO2-Einlagerungsprojet «Northern Lights» verantwortlich.
  • Dieses ist für die Entwicklung der CO2-Speicheranlagen verantwortlich.

Das Technologieunternehmen ABB hat einen Auftrag für das CO2-Einlagerungsprojekt «Northern Lights» erhalten. Das norwegische Energieunternehmen Aker hat ABB mit der Lieferung von Elektrifizierungs-, Automatisierungs- und Sicherheitssystemen beauftragt.

Die von ABB beigesteuerten Teile - wie etwa das Prozessleitsystem «ABB Ability System 800xA» - sollen den Fernbetrieb des neuen Terminals für die sogenannte CO2-Abscheidung ermöglichen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

«Northern Lights» ist den Angaben nach ein Joint Venture der Erdölkonzerne Equinor, Shell und TotalEnergies. Laut der Webseite des Projekts ist «Northern Lights» für die Entwicklung und den Betrieb der CO2-Transport- und -Speicheranlagen verantwortlich, die Dritten im Rahmen von «Longship» zur Verfügung stehen.

Erste industrielle Anlage zur CO2-Speicherung

«Longship» wiederum ist ein Projekt der norwegischen Regierung zur Speicherung von CO2.

Im Rahmen von «Northern Lights» wollen die beteiligten Partner die erste industrielle Anlage zur CO2-Speicherung bauen. Eine erste Phase soll Mitte 2024 abgeschlossen werden. Danach sollen jährlich bis zu 1,5 Millionen Tonnen CO2 dauerhaft unterirdisch gespeichert werden. In einer zweiten Entwicklungsphase wollen die Beteiligten die Kapazität der Anlage dann auf über 5 Millionen Tonnen CO2-Speicherung pro Jahr erweitert werden.

transadriatische pipeline
Ein Laster liefert Röhren für die transadriatische Pipeline. (Symbolbild) - Keystone

Speziell konstruierte Schiffe transportieren den Angaben zufolge das abgeschiedene und verflüssigte CO2 zu einem Onshore-Empfangsterminal im Westen Norwegens. Von dort aus wird das verflüssigte CO2 über eine Pipeline zu einem Offshore-Speicherstandort unter dem Meeresspiegel in der Nordsee transportiert, wo es dauerhaft gespeichert wird.

Neben der Stromversorgung der Schiffe an Land wurde ABB dabei gemäss Mitteilung auch mit der Stromversorgung des gesamten Projekts beauftragt. Zudem steuert das Unternehmen Automatisierungs-, Elektrifizierungs- und Digitalisierungslösungen bei, um die Effizienz beim Betrieb der Anlage auch aus der Ferne zu kontrollieren.

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