Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer sehen Trump als Gegner
Die Politik von US-Präsident Donald Trump lässt das Vertrauen der Schweizerinnen und Schweizer in die Vereinigten Staaten weiter schwinden. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage betrachten inzwischen mehr als 40 Prozent Trump als Gegner oder Rivalen. Vor einem halben Jahr lagen die entsprechenden Werte noch deutlich tiefer.

25,8 Prozent der Befragten stufen Trump inzwischen als Gegner ein. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als noch im November 2024, als der Republikaner die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte. Weitere rund 15 Prozent sehen ihn als Rivalen. Damit weist die Schweiz unter den zwölf untersuchten europäischen Ländern den höchsten Anteil an Personen auf, die Trump als Gegner betrachten.
Zwar sieht mit 45,4 Prozent weiterhin die grösste Gruppe der Befragten die USA unter Trump als Verbündeten oder Partner. Dieser Anteil ist jedoch innerhalb von sechs Monaten von über 53 Prozent zurückgegangen.
Besonders die Zahl jener, die von einer Partnerschaft sprechen, nahm deutlich ab. Die Ergebnisse stammen aus einer im Mai durchgeführten Umfrage der Denkfabrik European Council on Foreign Relations, die in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) erstellt wurde. Als Gründe für die zunehmende Skepsis gelten unter anderem Trumps Zollpolitik und seine wiederholten Angriffe auf die bestehende internationale Ordnung.
Die Umfrage zeigt auch ein schwindendes Vertrauen in die sicherheitspolitische Rolle der Vereinigten Staaten. Drei Viertel der Befragten glauben nicht, dass Washington der Schweiz im Fall eines Angriffs militärisch beistehen würde. Gleichzeitig sind zwei Drittel überzeugt, dass die Mitgliedstaaten der Europäischen Union der Schweiz zu Hilfe kommen würden.
Entsprechend gross ist die Zurückhaltung gegenüber amerikanischem Rüstungsmaterial. 73 Prozent sprechen sich gegen den Kauf von US-Waffen aus. Nur etwas mehr als 15 Prozent befürworten entsprechende Beschaffungen. Eine ähnlich grosse Mehrheit plädiert dafür, künftig vermehrt europäische Rüstungsgüter zu erwerben.










