Hüttenwarte hässig: Touristen missachten Regeln «völlig»
In einem italienischen Nationalpark verärgern Touristen die Hüttenwarte. Schon kurz nach der Wiedereröffnung einer Hütte wurden die Regeln gebrochen.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Maiella-Nationalpark in den Abruzzen (I) herrscht Ärger bei den Hüttenwarten.
- Touristen verstossen gleich nach der Eröffnung einer Hütte gegen zwei Verbote.
- Der Nationalpark meldet die Vorfälle der Forst-Polizei.
Sind Regeln dazu da, gebrochen zu werden?
Diese Frage stellen sich wohl die Hüttenwarte der Pelino-Hütte auf dem Monte Amaro in den Abruzzen Italiens. In einem Instagram-Post schreiben sie: «Wir sind bestürzt darüber, dass die grundlegenden Regeln zum Schutz dieser Berggebiete völlig missachtet werden.»
Der Hintergrund: Am 1. Oktober eröffnete der Nationalpark seine neue Schutzhütte «Pelino». Und schon in der ersten Woche missachten Touristen gleich zwei Verbote.
Der Park verbietet das Erkunden mit Mountainbike-Fahrrädern und will keine Hunde im Gebiet haben. Gegen beide Regeln haben die Gäste verstossen. Grosses Entsetzen löste vor allem der Hund aus, der sogar in der Einrichtung der Hütte angeleint wurde.
Die Park-Verantwortlichen schreiben: «Abgesehen davon, dass diese Verhaltensweisen gegen die geltenden Vorschriften verstossen, stellen sie eine potenzielle Belästigung für andere Wanderer dar.»
Die Betreiber schalten die Polizei ein
Wie dem Post zu entnehmen ist, verlangt der Park Konsequenzen: «Die uns zugesandten Bilder werden umgehend der Forst-Polizei gemeldet.»
Da es sich bei dem Monte Amaro um ein empfindliches und wertvolles Ökosystem handelt, sei die Einhaltung der Regeln wichtig. «Ein zivilisiertes Miteinander ist die Grundlage.»
Die Warte betonen: «Die Berge gehören allen, müssen aber auch von allen geschützt werden.»


















