Hunderte diskutieren am Bieler «Presstival» über Zukunft der Medien
Rund 800 Personen haben am Samstag an der zweiten Ausgabe des «Presstival» in Biel teilgenommen. Das Westschweizer Journalismusfestival lädt Medienschaffende und die Öffentlichkeit bis Sonntag dazu ein, über die Zukunft eines Berufs nachzudenken, der sich in einer turbulenten Phase befindet.

Dennoch sei es den Veranstaltenden wichtig gewesen, nicht der Trübsal zu verfallen: «Gemeinsam können wir etwas Positives bewirken», sagte Tristan Miquel, Präsident des Organisationskomitees, und rief dazu auf, zusammenzuhalten.
«Der Journalismus ist nicht tot, und die Journalisten auch nicht», fügte Programmverantwortliche Séverine Chave hinzu. Es liege nun an den Medienschaffenden, die Zukunft aktiv zu gestalten. Der offizielle Teil endete mit der Verleihung des Jean-Dumur-Preises an Luis Lema, Journalist bei «Le Temps».
Fast 200 Referentinnen und Referenten aus der Schweiz, aber auch aus dem Ausland, belebten das Bieler Gurzelen-Stadion mit rund siebzig Veranstaltungen. Der erste Tag wurde mit der Debatte «Journalisten, ein Beruf für Linke?» eröffnet.
Das Programm gliedert sich in fünf Themen, von denen einige aus einer öffentlichen Umfrage hervorgegangen sind: die politische Positionierung von Journalistinnen und Journalisten, die journalistische Praxis in der Deutschschweiz, Kriegsjournalismus, Wissenschaftsjournalismus sowie der Beruf des Sportjournalisten.
Als Neuheit dieser zweiten Ausgabe hat das Presstival ein Radiostudio auf dem Areal eingerichtet. Das Budget der Veranstaltung beläuft sich auf rund 140'000 Franken.






