Wetter

    Hitze, Dürre, Sturzflut – das neue Schweizer Wetter

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Bern,

    Hitze, Dürre und dann plötzlich Fluten: Der Klimawandel verändert das Schweizer Wetter dramatisch – und Experten warnen vor noch extremeren Ereignissen.

    hochwasser hitze
    Die Schweiz erlebte 2026 den heissesten Sommer seit Messbeginn. Gleichzeitig nehmen Hitze und heftige Regenfälle wegen des Klimawandels weiter zu. (Archivbild) - keystone

    Es regnet seltener, doch wenn es regnet, kann es weit heftiger ausfallen als früher, wie das «SRF» berichtet.

    Laut Meteorologe Luca Nisi hat die Intensität starker Niederschläge über zehn Minuten seit den 1980er-Jahren um rund 20 Prozent zugenommen.

    Macht dir die Zunahme von Hitze und Starkregen in der Schweiz Sorgen?

    Tägliche Starkniederschläge sind heute um 26 Prozent häufiger und um 12 Prozent intensiver als zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das zeigt die Auswertung historischer Daten, wie «swissinfo.ch» festhält.

    Physik der Atmosphäre erklärt das Phänomen

    Der Grund liegt in einem fundamentalen physikalischen Gesetz.

    «Wenn die Temperatur um ein Grad steigt, kann in der Luft etwa 7 Prozent mehr Wasserdampf vorhanden sein.» Dies erklärt Meteorologe Nisi gemäss «SRF».

    Wärmere Luft nimmt durch die Hitze mehr Feuchtigkeit auf – und gibt diese bei Gewittern konzentrierter wieder ab. Das hat direkte Folgen für die Heftigkeit von Niederschlägen.

    Hitze und Hochwasser bedingen sich gegenseitig

    Einen Rekord-Hitzesommer 2026 erlebte die Schweiz nach Angaben von «MeteoSchweiz». Die Sommertemperatur liegt demnach 3,4 Grad über der Referenzperiode 1991–2020.

    Der globale Klimawandel habe wesentlich dazu beigetragen, dass ein solcher Hitzesommer möglich wurde.

    Der ausgetrocknete Boden verstärkt dabei das Hochwasserrisiko zusätzlich. Wie Nisi laut «SRF» erläutert, nehme ein stark ausgetrockneter Boden bei intensiven Gewittern das Wasser deutlich schlechter auf.

    Gefahr südlich der Alpen besonders gross

    In einem Szenario mit drei Grad globaler Erwärmung könnten die Stundenniederschläge um 10 bis 30 Prozent zunehmen, so Nisi. Die Tagesniederschläge würden gemäss «SRF» entsprechend um 5 bis 25 Prozent steigen.

    Dürre Schweiz hitze
    Mehr Hitze, weniger Regen – aber wenn er fällt, trifft er die Schweiz hart. Experten warnen vor drastisch mehr Hochwasserrisiken. (Symbolbild) - keystone

    Besonders betroffen wäre die Alpensüdseite – das Risiko für Überschwemmungen und Erdrutsche steige dort überproportional, warnt Nisi. Denn auf Hitze folgt dort oft heftiger Starkregen, der ausgetrocknete Böden überfordert.

    Ein sogenanntes Jahrhunderthochwasser könnte im Alpenraum künftig deutlich öfter eintreten. Laut einer Studie des WSL-Instituts SLF könnte dies bereits alle 45 bis 80 Jahre der Fall sein, berichtet das «SRF».

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    Kommentare

    User #1334 (nicht angemeldet)

    Den Klimawandel gibt es schon seit Millionen von Jahren und auch Naturgewalten. Kann man nichts machen. Man sollte immer gut vorbereitet sein. Hehehe. LOL.

    User #2143 (nicht angemeldet)

    Vor ru 5900 bis 6000 Jahren waren die Alpengipfel bis in Höhen von über 3500 Metern weitgehend eisfrei. In der Erdgeschichte sind Gletscher und Eisschilde schon oft und sogar vollständig geschrumpft oder ganz verschwunden. Das Klima der Erde hat sich immer gewandelt, wodurch sich lange Kaltzeiten (Eiszeiten) und warme Zeiten (Warmzeiten) abgewechselt haben. Im südlichenTiefland von Mexiko dem heutige Guatemala brach zwischen 800 und 1000 n. Chr. die klassische Hochkultur der Maya zusammen, was vor allem durch verheerende Dürren, eine Kombination aus Klimawandel, Überbevölkerung, Hungersnot, massive Abholzung, Pandemieen und Kriege ausgelöst wurde.

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