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    Gutachter bezweifelt vor Gericht in Zürich Schuldfähigkeit

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Vor dem Bezirksgericht Zürich hat der Prozess gegen einen 25-jährigen Chinesen begonnen, der in Zürich drei Kinder mit einem Messer schwer verletzte. Der psychiatrische Gutachter zweifelt an der Schuldfähigkeit des Mannes.

    Kindergartenkinder Zürich Angriff
    Bei diesem Kinderhort griff der Täter die Kindergartenkinder an. - keystone

    Der forensische Psychiater Elmar Habermeyer wurde am Donnerstagmorgen vor Gericht befragt. Der Beschuldigte habe zur Tatzeit an einer schweren psychotischen Störung gelitten, sagte Habermeyer. Die Steuerungsfähigkeit des Mannes sei bei der Tat komplett aufgehoben gewesen.

    Laut dem Gutachter hörte der Täter schon zwei bis drei Wochen vor dem Angriff eine Männerstimme in seinem Kopf, die ihm Befehle erteilte. Die scheinbar politische Motivation mit Bezug auf China und Taiwan sei aus fachlicher Sicht als Symptom des Wahns zu werten. Wahninhalte hingen stets davon ab, welche Themen im Umfeld gerade präsent seien.

    Die Erkrankung habe im Mai oder Juni 2024 mit einer depressiven Phase begonnen. Dass sich jemand innert weniger Monate ohne eine solche psychische Krankheit derart verändere und schlussendlich Kinder angreife, sei wenig plausibel, betonte der Gutachter.

    Die Staatsanwaltschaft geht nicht von einer psychischen Störung aus. Sie beantragt wegen mehrfachen versuchten Mordes eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren sowie die Anordnung einer Landesverweisung von 15 Jahren.

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