Grosser Rat gibt grünes Licht für Untersuchungen in Dittli-Affäre

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Lausanne,

Das Waadtländer Grossratspräsidium genehmigt die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen Staatsrätin Valérie Dittli wegen möglicher Missstände im Finanzdepartement.

Waadtländer Valérie Dittli
Staatsrätin Valérie Dittli: Das Waadtländer Grossratspräsidium hat die Eröffnung eines Strafverfahrens genehmigt. (Archivbild) - keystone

Das Präsidium des Waadtländer Grossen Rates genehmigt die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen Staatsrätin Valérie Dittli (Mitte). Die Untersuchungen sollen klären, ob in dem bis im vergangenen März von Dittli geleiteten Finanzdepartement Straftaten begangen wurden.

Aufgrund der positiven Stellungnahmen der Staatsanwaltschaft und Dittlis habe das Ratspräsidium die Eröffnung des Verfahrens genehmigt, teilte dieses am Dienstag mit. Das Präsidium werde sich zum laufenden Verfahren nicht weiter äussern, hiess es.

Das Schicksal einer Politikerin

Die beiden getrennten Ermittlungen haben zum Ziel, festzustellen, ob Straftaten begangen wurden oder nicht, und gegebenenfalls die Täter zu identifizieren. Dittli bot der Justiz ihre Hilfe und Kooperation an, um die Fakten zu ermitteln.

Die Staatsratskolleginnen und – kollegen hatten im Frühjahr Dittlis Kompetenzen beschnitten. Sie entzogen der Mitte-Politikerin am 21. März mit sofortiger Wirkung die Verantwortung für die Finanzen und Steuern, nachdem eine externe Untersuchung Missstände in ihrem Departement aufgezeigt hatte.

Kommentare

User #4883 (nicht angemeldet)

Ein Untersuchungs-bzw. Strafverfahren bringt Licht ins Dunkle. In der Regel wird etwas an der Geschichte hängen bleiben, aber erst die Ergebnisse werden ein Urteilen zulassen. Vielleicht wird Dittli auch entlastet.

User #4428 (nicht angemeldet)

Wird sie angeklagt, weil sie die korruptiven Spielchen der Vorgänger nicht fortsetzen wollte? Seid 2008 wurden den Reichen zuwenig Steuern in Rechnung gestellt.

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