Ein neues Museum in Lausanne stellt nur Künstlerinnen aus

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Lausanne,

In Lausanne ist ein neues Museum eröffnet worden, das sich ausschliesslich Künstlerinnen widmen will. Die erste Ausstellung im Musée Artistes Femmes (MAF) unter dem Titel «Cellules» (Zellen) präsentiert Werke von zwölf Künstlerinnen.

Das neue Musée Artistes Femmes (MAF) in Lausanne öffnet erstmals seine Türen mit der Ausstellung „Cellules” (Zellen).
Das neue Musée Artistes Femmes (MAF) in Lausanne öffnet erstmals seine Türen mit der Ausstellung „Cellules” (Zellen). - Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Die Eröffnungsausstellung wurde von der Direktorin des MAF, der Kunsthistorikerin Marie Bagi, konzipiert. Damit verwirklicht sie nach einer Aussage ihren langjährigen Traum, einen Ort zu schaffen, der ganz den Künstlerinnen gewidmet ist. Die Eröffnung fand am Mittwoch statt.

Das MAF fülle eine strukturelle Lücke in der Sichtbarkeit zeitgenössischer und aufstrebender Künstlerinnen und biete eine einzigartige Plattform und freien Zugang zum Schaffen, schreibt das Museum. Das MAF verstehe sich auch als «eine Talentschmiede, ein Ort, an dem künstlerische Karrieren ihren Anfang nehmen und an dem Kunstgeschichte in der Gegenwart geschrieben» werde. Diese erste Ausstellung ist denn auch «als Gründungsakt und Manifest gedacht».

Das Wort «Zellen» ist vieldeutig: Es erinnere sowohl an eine lebende Struktur, ein Gefängnis und ein Atelier als auch an die Idee der Entgrenzung, der Veränderung und der Schwesternschaft, betont die Direktorin und Kuratorin der Ausstellung.

Diese Mehrdeutigkeit sei auch ein bewusstes Echo auf die «Cells»‘ der französisch-amerikanischen Künstlerin Louise Bourgeois (1911–2010), die die zeitgenössische Kunst tief geprägt habe durch ihre Fähigkeit, Eingeschlossenheit in einen Raum der Erinnerung, der Heilung und der emotionalen Projektion zu verwandeln.

Die Ausstellung zeigt sechs Künstlerpaare, die je eine «Zelle» bilden. Sie stellt einen Resonanzraum dar, in dem zwei Universen aufeinandertreffen, sich konfrontieren oder gegenseitig unterstützen. Die Ausstellung soll so wie «ein lebender Organismus», bestehend aus miteinander verbundenen Zellen wirken, in denen intime Erzählungen und persönliche Ästhetiken koexistieren, aufeinander reagieren und sich entfalten.

Die Ausstellung dauert bis zum 4. Juni.

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Kommentare

User #1561 (nicht angemeldet)

Etwas diskriminierend in meinen Augen!

User #1923 (nicht angemeldet)

Das ist Antimaskulinismus.

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