Google-Bewertungen sorgen nach Explosion in Illnau für Lacher
Fenster zerborsten, Dächer beschädigt – und im Netz hagelt es 5-Sterne-Bewertungen. Nach der Explosion in Illnau-Effretikon ZH reagieren viele Nutzer mit Humor.

Das Wichtigste in Kürze
- In Illnau-Effretikon ZH sind am Mittwoch mehrere Hundert Kilogramm Sprengstoff explodiert.
- In den Google-Bewertungen des verantwortlichen Unternehmens reagieren viele mit Humor.
- Doch auch verärgerte Anwohner mischen sich unter die amüsierten Nutzer.
Der Knall hallt in Illnau-Effretikon ZH noch immer nach. Die Explosion vom Mittwoch hat Fenster bersten und Dachziegel wackeln lassen. Und sie sorgt auch einen Tag später für Gesprächsstoff.
Die ersten Unternehmen und Bewohner bemühen sich um Schadensbegrenzung, begutachten ihre Häuser und räumen auf. Im Netz geht es derweil etwas leichter zu.
In den Google-Bewertungen der Versuchs- und Schulungsanlage, die tatsächlich Tätsch heisst, machen sich Nutzer mit einer Portion Galgenhumor Luft.
Fünf Sterne für «Fenster-Check deluxe»
Seit gestern häufen sich dort ironische Kommentare – und sorgen für erste Lacher.
«Mittagszeit, alles ruhig – bis Tätsch sich meldet», schreibt ein Nutzer. «Meine Balkontürscheibe in Winterthur (8 km weg) ging spontan in den Hardcore-Vibrationsmodus. Und ich war sicher, sie verabschiedet sich gleich ins Freie.» Für den «Fenster-Check deluxe» gebe er fünf Sterne.
Auch Wortspiele mit dem Namen «Tätsch» lassen nicht lange auf sich warten. «Wird seinem Namen definitiv gerecht», heisst es etwa. «Hat heute bis nach Oberwinterthur getätscht», schreibt ein anderer Nutzer.
Sogar Lob schleicht sich unter die Kommentare: «Anlage hält, was sie verspricht! Tätsch garantiert hörbar!»
Zwischen Ironie und Ärger
Besonders jene, die sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Nähe befanden, reagieren mit einer Mischung aus Erleichterung und Ironie.
So schreibt eine Nutzerin: «Ein Hund in der Nachbarschaft hat wahrscheinlich gerade beschlossen, ab sofort nur noch leise zu bellen, aus Respekt.»

Ein anderer kommentiert: «Bombenstimmung hier im Wäldchen. War gerade bei der Arbeit, als es mich fast vom Stuhl fegte.»
Ganz ohne Kritik kommt die Firma allerdings nicht davon. «Werden die restlichen 3500 Kilogramm Sprengstoff auch grad hochgelassen?», fragt sich ein Nutzer heute, Donnerstag.
Er zeigt sich verärgert darüber, dass Anwohner offenbar keine Unterstützung bei den Aufräumarbeiten erhalten hätten. «Mal schauen, ob wir auf den Kosten dafür sitzenbleiben.»

















