Genfer Hauptsitz von Gunvor wegen Korruptionsverdachts durchsucht

Keystone-SDA
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Genève,

Der Genfer Hauptsitz des Rohstoffhändlers Gunvor ist auf Anordnung der Bundesanwaltschaft durchsucht worden. Die Massnahme erfolgt im Rahmen eines Strafverfahrens gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Bestechung ausländischer Amtsträger.

Gunvor
Bei der Genfer Firma Gunvor kam es zu einer Durchsuchung. - keystone

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Dienstag eine von der NGO Public Eye verbreitete Information. Die Hausdurchsuchung sei durch das Bundesamt für Polizei im Verlauf des Monats Mai durchgeführt worden. Aufgrund des laufenden Verfahrens machte die Bundesanwaltschaft keine weiteren Angaben und verwies auf die Unschuldsvermutung.

Nach Angaben von Public Eye steht ein Ölgeschäft im Fokus, das 2024 im westafrikanischen Gabun unter undurchsichtigen Umständen abgeschlossen worden sein soll. Die Organisation berichtet von einem parallelen Zahlungssystem, das eingerichtet worden sei, um Vermittler in Afrika zu entlohnen.

Gunvor wies die Vorwürfe zurück. Public Eye übertreibe und verfälsche die Fakten, erklärte das Unternehmen auf Anfrage von Keystone-SDA. Gunvor habe einen solchen Vertrag weder gesehen noch Kenntnis davon gehabt. Das von der Bundesanwaltschaft in der Schweiz geführte Verfahren richte sich gegen unbekannte Personen. Gunvor selbst sei nicht Beschuldigte, betonte das Unternehmen. Man werde mit den Ermittlungsbehörden uneingeschränkt kooperieren.

Gunvor wurde in der Schweiz bereits zweimal in Korruptionsverfahren verurteilt. 2024 verurteilte die Bundesanwaltschaft das Unternehmen wegen seiner strafrechtlichen Verantwortung im Zusammenhang mit Korruptionshandlungen in Republik Kongo und der Elfenbeinküste. Bereits 2019 war Gunvor wegen seiner strafrechtlichen Verantwortung im Zusammenhang mit Korruptionshandlungen in Ecuador verurteilt worden.

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