Genfer Bankier Mirabaud steht wegen Bestechung vor Gericht
Der Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten der Schweizerischen Bankiervereinigung, Pierre Mirabaud, findet am (heutigen) Dienstag vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona statt. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Bestechung fremder Amtsträger vor.

Laut Anklageschrift hat Mirabaud einem hohen Beamten aus Kuwait Vorteile gewährt, damit dieser öffentliche Gelder bei der gleichnamigen Bank anlegt.
Dem mittlerweile verstorbenen Kuwaiter seien so unrechtmässige Kommissionen in der Höhe von 82 Millionen Franken gezahlt worden. Der Mann war der Präsident der öffentlichen Anstalt für soziale Sicherheit (PIFSS) des Golfstaates.
Im Gegenzug soll der hohe Beamte einen Teil der Gelder der PIFSS in der Höhe von einer halben Milliarde US-Dollar bei der Genfer Privatbank angelegt haben.
Neben der Bestechung fremder Amtsträger ist der 77-jährige Genfer Bankier auch wegen qualifizierter Geldwäscherei angeklagt. Die Bundesanwaltschaft fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten für ihn. (Fall SK.2026.25)














