Tessin: Bereits zehn Ertrinkungstote im Tessin im laufenden Sommer

    Keystone-SDA
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    Bellinzona,

    Das Tessin zählt mit zehn Ertrinkungstoten in diesem Sommer fast doppelt so viele wie im Mittel der letzten fünf Jahre. Hinzu kommt ein tödlicher Unfall durch Canyoning.

    Lavertezzo im Verzascatal gilt als «Hotspot» für Tessiner Badeunfälle. (Archivbild)
    Lavertezzo im Verzascatal gilt als «Hotspot» für Tessiner Badeunfälle. (Archivbild) - KEYSTONE/SAMUEL GOLAY

    Dies erklärte der Projektleiter des Präventionsprojekts «Sicheres Wasser», Sacha Gobbi, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. In den letzten fünf Jahren starben im Tessin 28 Personen beim Baden.

    Um auf die Gefahren beim Baden aufmerksam zu machen, hatte die Tessiner Gewässerpolizeiabteilung zu Beginn des Sommers eine unzimperliche Kampagne lanciert. Unter dem Motto «Mit Köpfchen geht dein Lachen nicht unter» zeigen die Behörden Bilder einer Person im Wasser: Oberhalb des Wasserspiegels lacht die Badende, unterhalb erscheint sie leblos in schwarz-weiss.

    Gemäss den Tessiner Behörden passieren elf Prozent aller tödlichen Unfälle durch Ertrinken in der Schweiz im Tessin – und das, obwohl die Bevölkerung nur drei Prozent der Schweizer Gesamtbevölkerung ausmacht. Als Hotspot der Unfälle gilt für das Tessin Lavertezzo im Verzascatal, wie ein neues Datensystem eruiert hat.

    Auch Canyoningunfälle sind im Tessin häufig. Zwischen 2016 und 2025 ereigneten sich 92 schwere Canyoning-Unfälle im Südkanton, acht davon tödlich.

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    Kommentare

    User #5438 (nicht angemeldet)

    Mehr einwohner, mehr opfer.

    User #2856 (nicht angemeldet)

    Ich kenne die Maggia. Das Wasser ist sehr kalt und die Strömung sehr gefährlich. Dennoch wagte ich früher als Jüngling immer einen Sprung von der Doppelbrücke. Heute springen junge Leute einfach ins Wasser und ertrinken dann, meistens, weil sie nicht schwimmen können und sich der Gefahren in Gewässern nicht bewusst sind.

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