Viertagewoche, weniger Ferien: Belp testet neues Schulmodell

Die Berner Gemeinde Belp will 2026 die Viertagewoche mit kürzeren Ferien für Schulen drei Jahre lang testen, um Eltern und Lehrpersonen zu entlasten.

Schule
Im Schuljahr 2026/27 soll der Versuch mit einer Basisstufenklasse starten. (Symbolbild) - keystone

Viertagewoche in der Schule, dafür weniger Ferien: Die Berner Gemeinde Belp will im kommenden Jahr dieses Schulmodell zunächst einmal drei Jahre lang testen. Sie verspricht sich davon eine Entlastung für Eltern und Lehrpersonen.

Die Schülerinnen und Schüler werden mit dem neuen Modell gleich viel Schule haben wie bisher, nur eben zeitlich anders verteilt. «Jahresschule» nennt die Gemeinde Belp das Modell, wie die Berner Tamedia-Zeitungen als erste berichteten.

An vier Tagen pro Woche werden die Kinder von 8 bis 16.30 Uhr an der Schule betreut. Die Jahresschule kombiniert also Volks- und Tagesschule, wie die Gemeinde Belp auf ihrer Internetseite schreibt.

Es gibt sechs Wochen Ferien plus eine flexible Ferienwoche nach Bedarf. Das Modell wird am Schulhaus Hohburg getestet – sofern sich dafür genügend Teilnehmende und Lehrpersonen finden lassen.

Viertagewoche in der Schule, dafür weniger Ferien. Was meinst du dazu?

Bis Ende Januar können Eltern ihre Kinder für dieses freiwillige Angebot an der Schule Hohburg anmelden.

Schulversuch: Basisstufe künftig bis zur 6. Klasse ausgeweitet

Im Schuljahr 2026/27 soll der Versuch mit einer Basisstufenklasse starten. Diese umfasst Kinder vom 1. Kindergartenjahr bis zur 2. Klasse. In den Folgejahren soll das Modell bis zur 6. Klasse ausgeweitet werden.

Die Viertagewoche an Schulen wird seit einiger Zeit in Europa diskutiert. In Frankreich kennt man ein solches Angebot in der Grundschule. Auch in Deutschland, genauer gesagt im Bundesland Sachsen-Anhalt, testen Schulen die Viertagewoche.

In Grossbritannien forderte eine Stiftung die Einführung eines solchen Modells, doch die Regierung winkte ab. Das Konzept wird kontrovers diskutiert. Auch in den Vereinigten Staaten kennen einige Schulen die Viertagewoche. Vielerorts wurde sie eingeführt, um den Lehrkräftemangel zu entschärfen.

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Kommentare

User #2175 (nicht angemeldet)

3Tage am Natel reicht doch nicht, 90% der Kids können mit 16Jahren nicht einmal das Einmal eins von Kopfrechnen keine Ahnung.

User #5023 (nicht angemeldet)

Vielleicht wäre das umgekehrte sinnvoller! Ein paar sehr intensive und kompakte Wochen gespickt mit mehr Ferien,was für Schüler und Lehrpersonen sehr viel Ressourcen bringen würde. Seien wir ehrlich: unsere Kinder haben nicht mehr gelernt "Greng ache o seckle"!. Mit dem Belper Modell entwickeln sich 2 Gruppen.Die eine,die "setiöse",die die freien Tage wirklich optimal nutzt (diese Gruppe nutzt sie aber schon)und die andere, welche 3 Tag am Stück in den Socials Medias verbringt. Gleich Hinreize sollten innerhalb von 24h wieder feuern um sie optimal zu trainieren. Das wird total schief rauskommen!

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