Mehrere Gemeinden der Agglomeration Freiburg wollen sich zusammenschliessen. Das Vorhaben wird vom Kanton mit bis zu 100 Millionen Franken unterstützt.
Freiburg Stadt
Die Stadt Freiburg. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Stadt Freiburg könnte bald mit mehreren anderen Gemeinden im Umland fusionieren.
  • Nun hat der Staatsrat entschieden, dem Projekt mit bis zu 100 Millionen Franken zu helfen.
  • Der ganze Kanton soll von den Vorteilen des Zusammenschlusses profitieren, heisst es.

Der Freiburger Staatsrat ist bereit, die Fusion von mehreren Gemeinden der Agglomeration Freiburg mit 100 Millionen Franken zu unterstützen. Die ordentliche Finanzhilfe würde 23,4 Millionen Franken betragen.

Wie hoch die Unterstützung sein soll, hängt noch von der Anzahl Gemeinden ab, welche schliesslich über eine Fusion entscheiden. Das gaben Mitglieder des Freiburger Staatsrats am Freitag in Freiburg vor den Medien bekannt.

Fusion hat nicht nur Befürworter

Den Fusionsperimeter bestimmt die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs bis Ende Jahr. Dies nach einer Konsultativabstimmung in den neun Gemeinden, welche für die Grossfusion infrage kommen. Diese Abstimmung findet am 26. September statt.

Im Fusionsperimeter befinden sich heute die Gemeinden Freiburg, Avry, Belfaux, Corminboeuf, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne. Das Fusionsprojekt hat zwar viele Befürworterinnen und Befürworter, aber auch bekannte Gegnerinnen und Gegner. So etwa die Grossrätin und langjährige Gemeindepräsidentin von Villars-sur-Glâne, Erika Schnyder.

Ganzer Kanton soll vom Projekt profitieren

Nach dem Willen des Freiburger Staatsrats dient die zusätzliche Finanzhilfe der Stärkung von Freiburg als Kantonszentrum. Dies beispielsweise durch die Weiterentwicklung von Infrastrukturen. Durch eine Stärkung des Kantonshauptorts soll der ganze Kanton profitieren.

Über die staatliche Finanzhilfe an das Fusionsprojekt entscheidet im Verlauf des kommenden Jahres zuerst Freiburgs Grosser Rat. Danach ist das Stimmvolk des Kantons dran.

Das Kantonsparlament hatte im Februar 2020 einem Antrag des Staatsrats zugestimmt. Damit soll dem Fusionsprojekt Grossfreiburg eine über die ordentliche Finanzhilfe hinaus gehende Unterstützung gewährt werden. Eine Zahl wurde damals nicht genannt.

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