Ex-Vermögensverwalter im Wallis muss ins Gefängnis
Das Bezirksgericht Sitten hat einen ehemaligen Walliser Vermögensverwalter am Donnerstag wegen gewerbsmässigen Betrugs, mehrfacher Veruntreuung sowie Urkundenfälschung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. Zwei Mitangeklagte erhielten ebenfalls unbedingte Freiheitsstrafen. Alle drei kündigten Berufung an.

Der heute über 50-jährige Hauptbeschudigte soll zwischen 2009 und 2015 insgesamt 25 Personen um mehrere Millionen Franken gebracht haben. Zu den Geschädigten zählt auch der frühere Spitzenkoch Fredy Girardet. Der Verurteilte verkaufte überbewertete Aktienzertifikate und versprach Investitionen, die sich als fiktiv erwiesen – unter anderem in ein niederländisches Unternehmen, Latexhandschuhe und Spitzenweine.
Die stellvertretende Generalstaatsanwältin Catherine Seppey hatte in ihrem Plädoyer eine unbedingte Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren beantragt. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.
Ein Mitangeklagter, ein Ökonom und Geschäftspartner des Hauptbeschuldigten, wurde zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Der niederländische Direktor der beteiligten Gesellschaft erhielt eine unbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten.









