37 Grad! Basel erlebt historisch heisse Juni-Temperaturen

    Antun Boskovic
    Antun Boskovic, Laurin Zaugg

    Bern,

    Noch immer ächzt die Schweiz unter der Hitzewelle. In den nächsten Tagen könnte es bis zu 38 Grad heiss werden. Das Neuste zum Wetter liest du im Nau.ch-Ticker.

    Wasser Hitze
    Viel Wasser ist bei dieser Hitze zu empfehlen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Seit letzten Mittwoch hat eine Hitzewelle die Schweiz fest im Griff.
    • Der Bund hat in mehreren Regionen Hitzewarnstufe 4 (grosse Gefahr) ausgerufen.
    • Am Wochenende könnten die Temperaturen bis auf 38 Grad steigen.

    Die Hitzewelle hat die Schweiz weiterhin fest im Griff. Erst gestern wurde in Visp VS ein neuer Hitzerekord erstellt mit 36,3 gemessenen Grad.

    Auch an anderen Orten kam es zu Tagesrekorden. Und es könnten neue Rekorde fallen. Denn: Laut Meteoschweiz werden auf der Alpennordseite bis Sonntag und auf der Alpensüdseite bis Dienstag verbreitet 34 bis 37 Grad erreicht.

    Limmat Hitze baden
    Menschen versuchen, sich in Flüssen und Seen abzukühlen. - keystone

    Am heissesten dürfte es Samstag auf der Alpennordseite werden, wobei Temperaturen bis zu 38 Grad möglich sind. Ausserdem erlebt die Schweiz gerade den zweitfrühesten Gletscherschwund: Die Schweizer Gletscher werden ihre Reserven am 29. Juni aufgebraucht haben.

    Das Neuste zur rekordverdächtigen Hitzewelle liest du im Ticker von Nau.ch:

    Juni-Temperaturrekord mit 38 Grad für die Schweiz gebrochen

    Die höchste im Juni in der Schweiz gemessene Temperatur ist übertroffen: Mit 38 Grad überschritt das Thermometer am Donnerstag in Basel-Binningen zuerst die 37-Grad-Marke und schliesslich auch diejenige um 38 Grad. Damit ist der Junirekord von 1947 laut Meteoschweiz gebrochen.

    Auch an drei weiteren Messstellen wurde ein 80 Jahre alter Hitzerekord in den Schatten gestellt: An der Messstation Buchs-Aarau wurden 37,2 Grad, in Beznau AG 37,1 Grad und in Würenlingen AG 37 Grad gemessen.

    Birs
    Luftaufnahme der gesperrten Birs in Basel. Um den Stress für die Fische zu minimieren und einem Fischsterben vorzubeugen, hat das Amt fuer Wald und Wild beider Basel ein Badeverbot verfügt. - keystone

    In Buchs / Aarau gab es mit 37,2 Grad gar einen Allzeitrekord, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) weiter mitteilte.

    Der 38-Grad-Rekord aus Basel-Binningen reiht sich ebenfalls in die Top-10 der heissesten Tagen in der Schweizer Messgeschichte ein, wie der private Wetterdienst Meteonews schrieb.

    Bereits seit Mitte Juni folgen Hitzetage ohne Unterbrechung. Meteoschweiz erwartet, dass die Hitzewelle bis und mit kommenden Montag dauern wird. In der Schweiz gilt verbreitet die höchste Hitzewarnstufe.

    Mittlerweile 37,3 Grad: Temperaturen steigen weiter

    Mittlerweile zeigt die Messstation in Basel-Binningen auf der Website von MeteoSchweiz sogar 37,3 Grad Celsius an. Dieser Wert liegt nun bereits knapp ein halbes Grad über dem Allzeit-Rekord von 1947.

    Basel-Binningen
    In Basel-Binningen steigen die Temperaturen weiter. - meteoschweiz.ch

    37 Grad! Basel erlebt historisch heisse Juni-Temperaturen

    In Basel wurde soeben ein über 75-jähriger Temperaturrekord gebrochen: Noch nie war es im Juni so heiss wie heute mit 37 Grad Celsius. Der bisherige Rekord lag bei 36,9 Grad, wie MeteoNews auf X schreibt.

    Gleich an vier Messstellen überstiegen die Temperaturen am Donnerstag kurz vor 15 Uhr 37,0 Grad. Der höchste je in der Schweiz in einem Juni registrierte Wert.

    Am höchsten lagen die Temperaturen um 14.40 Uhr an der Messstation Buchs-Aarau mit 37,2 Grad. In Beznau AG betrugen sie 37,1 Grad und in Würenlingen AG und Basel-Binningen 37,0 Grad.

    Gefahrenstufen steigen wegen Hitzewelle weiter an

    MeteoSchweiz hat die Gefahrenstufe wegen der Hitzewelle in der gesamten Westschweiz auf die höchste Stufe angehoben. Es gilt nun die gleiche Gefahr wie im Norden Graubündens, dem nördlichen Mittelland und im Tessin.

    Hitzewarnung Bund
    In vielen Regionen des Flachlandes und der Alpensüdseite gilt eine Hitzewarnung der Stufe 4. - Meteoschweiz

    Die prognostizierten Niederschläge der kommenden Tage dürften die Situation nicht noch weiter zuspitzen. Allerdings könnten heftige Gewitter für weitere Risikosituationen sorgen. Für Donnerstag sind solche im Wallis und im südlichen Kantone Bern vorausgesagt.

    Auch die Waldbrandgefahr und die Trockenheit wird durch die anhaltende Hitze weiter vorangetrieben. In mehreren Kantonen wurden Feuerverbote erlassen. In Luzern ordneten die Behörden am Donnerstag zudem ein Verbot für die Wasserentnahme für Bewässerungszwecke an. Ein solches gilt bereits für Bäche und Weiher im Kanton St. Gallen.

    Genf ordnet bis Sonntag Arbeitsstopp im Freien an

    Zum Schutz der Gesundheit der Beschäftigten hat das Genfer Arbeitsinspektorat einen Arbeitsstopp für Arbeiten im Freien angeordnet. Das Arbeitsverbot gilt für die gesamte Dauer der Hitzewelle, mindestens aber bis Sonntag.

    Alle Arbeiten im Freien und in direkter Sonneneinstrahlung müssen ab 13.00 Uhr eingestellt werden, wie das Amt am Donnerstag mitteilte. Für unverzichtbare Tätigkeiten, die nicht unterbrochen werden können, ist ein Rotationssystem vorgeschrieben.

    Dieses sieht ab 13.00 Uhr höchstens 15 Minuten Arbeit in der Sonne vor, gefolgt von einer 45-minütigen Erholungsphase im Schatten.

    Vor 13.00 Uhr bleiben die bestehenden Arbeitsschutzmassnahmen in Kraft. Dazu gehören unter anderem organisatorische Pausen sowie weitere Vorkehrungen zum Schutz der Beschäftigten.

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    Kommentare

    User #3630 (nicht angemeldet)

    Es ist sommer kein grund darüber zu berichten braucht strom etc und belastet das klima

    User #4366 (nicht angemeldet)

    die sp und grünen sind schuld

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