Dittlis neue Partei formiert sich allmählich
Die neue Partei der Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli nimmt Gestalt an. Jacqueline Bottlang-Pittet, frühere Vizepräsidentin der Mitte Waadt, stellt sich für das Vizepräsidium des Mouvement libéral zur Verfügung. Das Präsidium übernehmen möchte Luigi Mancini, Gemeinderat von Romanel-sur-Lausanne.

Über die beiden Kandidaturen müsse die Gründungsversammlung entscheiden, sagte Bottlang-Pittet am Dienstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ein Termin für die Versammlung solle in Kürze festgelegt werden.
Bottlang-Pittet gehörte früher für die damalige CVP dem Waadtländer Grossen Rat an und war Gemeindepräsidentin von Villars-le-Terroir. Sie zählt zu den Mitbegründerinnen des Mouvement libéral.
Luigi Mancini ist auf kantonaler Ebene dagegen weitgehend unbekannt. Der frühere FDP-Politiker wurde als Parteiloser in die Exekutive von Romanel-sur-Lausanne gewählt und war dort für das Schulwesen zuständig.
Dittli hatte am vergangenen Donnerstag ihren Austritt aus der Mitte Waadt und die Gründung des Mouvement libéral angekündigt. Mit der neuen Partei kandidiert die gebürtige Zugerin im kommenden Februar erneut für den Staatsrat.
Mit Dittli verliessen drei Mitglieder des Parteivorstands die Mitte, darunter Bottlang-Pittet. Die neue Partei will sich in der politischen Mitte positionieren und Dittlis Kandidatur für eine weitere Amtszeit in der Waadtländer Regierung unterstützen.
Bei den kantonalen Wahlen strebt sie zudem mindestens fünf Sitze im Grossen Rat an. Damit könnte sie eine eigene Fraktion bilden. Inhaltlich soll sich die Partei nach Angaben ihrer Gründer auf vier Grundsätze stützen: Freiheit, Verantwortung, Solidarität und Nachhaltigkeit.










