Mehrere Branchenverbände Deutschlands im Bereich Medizintechnik fordern in einer gemeinsamen Initiative die EU und die Schweiz dazu auf, das Abkommen über technische Handelshemmnisse im Medtech-Bereich «zeitnah zu aktualisieren». Das schrieben sie am Mittwoch in einer gemeinsam veröffentlichten Mitteilung.
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Wegen Corona wurde das Inkrafttreten der neuen EU-Medtech-Regelungen um ein Jahr verschoben. Die EU-Kommission zweifelt nun aber daran, dass die Übergangsfrist auch für Schweizer Medtech-Unternehmen gelten soll. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/DPA-Themendienst/dpa/JENS SCHIERENBECK
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Das Wichtigste in Kürze

  • Denn die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) tritt am 26.

Mai in Kraft. Bis dahin muss das entsprechende Abkommen (MRA) zwischen der Schweiz und der EU aktualisiert sein, sonst verliert die Schweizer Medizintechnik-Branche ihren privilegierten Zugang zum EU-Binnenmarkt. Die EU nutzt jedoch die Aktualisierung des MRA um Druck auf die Schweiz beim institutionellen Rahmenabkommen zu machen.

«Im Interesse der öffentlichen Gesundheit und der europäischen Wirtschaft braucht Europa nach Ansicht der deutschen Industrieverbände daher dringend eine rechtsverbindliche Aktualisierung des MRA mit der Schweiz (...).», heisst es in der Mitteilung. Zumindest aber brauche es eine «rechtssichere, pragmatische Anwendung bestehender Übergangsbestimmungen».

Der Schweizer Medtech-Verband Swiss Medtech zeigte sich froh über die Unterstützung der Partnerverbände und betonte in einer kurzen Mitteilung: «Die Patientenversorgung ist ein übergeordnetes Interesse. Sie darf nicht Opfer politischer Verhandlungstaktik unter Staaten werden».

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