Crans-Montana VS – Eltern: «Jugendliche liebten diese Bar»
Nur ein Zufall bewahrte zwei Brüder vor dem Tod: Ihre Eltern erzählen, wie knapp ihre Söhne der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS entkamen.

Das Wichtigste in Kürze
- Eltern berichten, dass ihre Söhne der Brand-Katastrophe nur durch Zufall entgingen.
- Demnach besuchten die beiden jungen Männer die Bar «Le Constellation» regelmässig.
- Auch für die Silvesternacht hatten sie laut den Eltern bereits Tickets gekauft.
Für ein Ehepaar mit Zweitwohnsitz in Crans-Montana VS ist das Unfassbare nur schwer in Worte zu fassen. Ihre beiden Söhne gehören zu den Jugendlichen, die regelmässig die Bar «Le Constellation» besuchten.
Also jenen Ort, an dem sich die verheerende Brandkatastrophe ereignete. Dass die Brüder an diesem Abend nicht vor Ort waren und der Tragödie entgingen, war nur ein grosser Zufall.
00:00 / 00:00
«Die Jugendlichen liebten diese Bar – meine Gedanken sind bei den Eltern», sagt die Mutter sichtlich bewegt in der «Tagesschau». Sie führt aus: «Ich darf gar nicht daran denken, mir fehlen die Worte.»
Ihr Sohn sei bereits auf dem Weg gewesen. «Dass unser Sohn nicht dabei war, grenzt an ein Wunder.» Er habe kurz zuvor noch bei einem Freund Halt gemacht. «Die Eintritte aber hatten sie schon.»
Viele Eltern leben weiterhin in Ungewissheit
Während diese Familie mit Erleichterung und Schuldgefühlen zugleich ringt, wird das Ausmass der Tragödie immer deutlicher. Die Behörden bestätigten am frühen Samstagabend, dass vier weitere Opfer identifiziert wurden und deren Leichname den Familien übergeben wurden.
Zum jetzigen Zeitpunkt konnten damit insgesamt acht Verstorbene identifiziert werden. Es handelt sich um Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 16 bis 24 Jahren. Die Identifikation der insgesamt 40 Todesopfer könne jedoch noch Wochen dauern, hiess es an einer Pressekonferenz am Freitag.
Nach Angaben der Behörden konnten ausserdem von den insgesamt 119 Verletzten deren 113 identifiziert werden. Hinter den Zahlen stehen Menschen und Familien. In den sozialen Medien suchen Angehörige und Freunde verzweifelt nach Informationen.
Ein entsprechender Instagram-Account zählt inzwischen mehr als 60'000 Follower. Viele Eltern leben weiterhin in Ungewissheit über das Schicksal ihrer Kinder.















