EU

Selenskyj drängt auf Freigabe von EU-Kreditpaket

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Ukraine,

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf die Verabschiedung des milliardenschweren Kreditpakets der Europäischen Union für die Ukraine gepocht, das Ungarn derzeit blockiert.

Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt auf die Freigabe des milliardenschweren Kreditpakets der EU für die Ukraine. - keystone

«Dies ist eine echte finanzielle Garantie für unsere Sicherheit und unsere Widerstandsfähigkeit, und es muss umgesetzt werden», sagte Selenskyj in einer Videoansprache vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. «Ich danke allen, die daran arbeiten, dies möglich zu machen», fügte er hinzu.

Geplant war eigentlich, zum heutigen vierten Jahrestag der russischen Invasion den Weg für die Finanzhilfen endgültig freizumachen. Das EU-Parlament hatte bereits zugestimmt. Doch das Darlehen konnte an diesem Dienstag nicht vom Ministerrat gebilligt werden, weil Ungarn ein Veto einlegte. Die Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban begründet die Haltung damit, dass Ungarn derzeit über die durch die Ukraine führende Druschba-Pipeline kein russisches Öl mehr bekommt. Darüber hinaus verweigert das Land die Zustimmung zum 20. Sanktionspaket der EU gegen Russland.

Die Unterstützung in Form von Darlehen soll sich bis Ende 2027 auf bis zu 90 Milliarden Euro belaufen und der Ukraine eine Fortsetzung des Abwehrkampfes gegen die russischen Angreifer ermöglichen. Vermutlich wird nun bloss ein 100 Millionen Euro schweres Nothilfe-Paket für die Energiesicherheit der Ukraine angekündigt werden können.

In seiner Rede betonte Präsident Selenskyj ausserdem, dass es für die Ukraine wichtig sei, einen klaren Termin für einen EU-Beitritt zu erhalten. Ohne diesen werde der russische Präsident Wladimir Putin einen Weg finden, die EU-Mitgliedschaft der Ukraine über Jahrzehnte zu blockieren, «indem er die EU spaltet, indem er Europa spaltet».

Eine Zusage für die Forderung nach einem Datum im nächsten Jahr gibt es seitens der EU bisher nicht. Die Spitzen der EU, die Kiew zum Kriegs-Jahrestag besuchten, bescheinigten der Ukraine lediglich Fortschritte bei den Reformen für einen EU-Beitritt und sicherten dem Land weitere Unterstützung auf dem Weg zu einer Mitgliedschaft zu.

Kommentare

User #3725 (nicht angemeldet)

Unglaublich wie arroganter der immer wieder wird, hört endlich auf, denen Geld zu geben, ihr stürzt Europa in Elend, mir kann es egal sein ich bin bald 80, aber wir haben hier auch noch eine Jugend und Kinder, die das eines Tages ausbaden müssen!

User #970 (nicht angemeldet)

Nach einigen Jahren wird man feststellen, dass viele der EU Gelder veruntreut und für anderes ausgegeben werden als geplant.

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