Crans-Montana erwartet trotz Brandkatastrophe stabile Sommersaison

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Crans-Montana,

Rund sechs Monate nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana rechnen die Tourismusverantwortlichen des Walliser Ferienorts nicht mit spürbaren negativen Auswirkungen auf die Sommersaison. Der Tourismusverband spricht von stabilen Buchungen für die kommenden Monate.

Blick auf den Eingang der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana, wo am 1. Januar 41 Menschen ums Leben kamen und 115 weitere verletzt wurden. (Archivbild)
Blick auf den Eingang der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana, wo am 1. Januar 41 Menschen ums Leben kamen und 115 weitere verletzt wurden. (Archivbild) - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

«Insgesamt erwarten wir einen stabilen Sommer und Herbst», sagte der Direktor von Crans-Montana Tourisme & Congrès (CMTC), Bruno Huggler, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Mehrere Faktoren belasten derzeit jedoch den Markt, darunter die geopolitische Lage mit direkten Auswirkungen auf die Zahl der Gäste aus dem Nahen Osten, die Stärke des Frankens sowie eine gewisse Zurückhaltung beim Konsum.»

Nach dem Unglück vom 1. Januar in der Bar «Le Constellation» mit 41 Toten und 115 Verletzten passte CMTC seine Kommunikationsstrategie an. «Zu Beginn des Jahres haben wir aus Respekt gegenüber den Opfern und ihren Familien sämtliche Werbeaktivitäten bewusst ausgesetzt», erklärte Huggler.

«Anschliessend wurde die Kommunikation schrittweise und mit grosser Zurückhaltung wieder aufgenommen. Heute stellen wir vor allem die Schönheit unserer Destination in den Vordergrund: die Berge, Seen, Wälder und Landschaften.»

Auch die Kommunikation in Italien und Frankreich – den beiden Ländern, die neben der Schweiz am stärksten von der Berichterstattung über den Brand betroffen waren – wurde angepasst.

«Im Mai haben wir in Mailand rund dreissig Journalistinnen und Journalisten aus den Bereichen Reisen, Freizeit und Lifestyle getroffen», sagte Huggler. «Die Gespräche verliefen sehr positiv und haben bestätigt, dass das Interesse an Crans-Montana und die Verbundenheit mit der Destination in Italien weiterhin sehr gross sind.»

Mit zunehmendem zeitlichen Abstand zur Katastrophe hofft der CMTC-Direktor, dass Crans-Montana wieder stärker als Ferienort wahrgenommen wird. «Mit der Zeit wird man wieder mehr über die Destination als Ferienziel sprechen und weniger über die Ereignisse zu Jahresbeginn.»

Nach der Tragödie setzte CMTC zudem verstärkt auf eine persönliche Kommunikation. «Wir haben bewusst den Menschen eine Stimme gegeben, die Crans-Montana prägen: Einwohnerinnen und Einwohnern, Gästen, Unternehmerinnen und Unternehmern, Sportlerinnen und Sportlern sowie Botschafterinnen und Botschaftern der Destination.

Ihre Geschichten, ihre Verbundenheit und ihre Authentizität spiegeln die Identität von Crans-Montana am besten wider«, führte Huggler aus.

Auch die kürzlich angekündigte Übernahme eines Hotels mit einer Aufwertung vom Drei- zum Fünfsternehotel sowie die geplante Eröffnung eines neuen Viersternehotels wertet CMTC als starkes Signal.

«Diese ausgezeichneten Nachrichten sind Teil einer sehr positiven Entwicklung der Hotellerie in Crans-Montana. Mehrere Projekte befinden sich derzeit im Bau oder in Vorbereitung. In den kommenden fünf Jahren wird Crans-Montana seine Hotelkapazitäten deutlich ausbauen», sagte Huggler.

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