Kritik an Plänen zur Wiedereröffnung zweier Moretti-Restaurants

    Keystone-SDA
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    Crans-Montana,

    Die Pläne für eine Wiedereröffnung zweier Lokale des Ehepaars Moretti in Crans-Montana VS und im Nachbardorf Lens stossen auf Widerstand. Angehörige von Opfern der Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» in der Silvesternacht haben tausende Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt.

    Moretti Crans-Montana
    Das Besitzerehepaar der Bar «Le Constellation: Jacques und Jessica Moretti. - keystone

    Der Verein «Au-delà de Crans-Montana 1er janvier 2026 – familles italiennes des survivants» wurde am 7. Juli offiziell gegründet, etwas mehr als ein halbes Jahr nach dem Brand in der Bar. Man vertrete fast alle italienischen Opfer und Hinterbliebenen, sagte Vereinspräsident Francesco Riva, dessen Sohn bei dem Unglück verletzt wurde, am Samstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Bereits zuvor, im Juni, lancierte der Verein eine Online-Petition gegen die Wiedereröffnung der beiden vom Brand nicht direkt betroffenen Betriebe des Ehepaars Moretti. Bis am Samstag hatten fast 48'000 Menschen die Petition unterzeichnet. Man werde sie in Kürze den zuständigen Behörden übermitteln, so Rivera.

    Nach Ansicht der Anwälte des Ehepaars Moretti könnte eine Wiedereröffnung der Lokale möglicherweise dazu dienen, die Opfer zu entschädigen. Der Verein lehnt eine Öffnung der Restaurants dagegen ab, solange die Untersuchung noch im Gange ist. Die Sicherheit müsse Priorität haben.

    Man respektiere die Unschuldsvermutung, heisst es im Text der Petition: «Aber auch Anstand ist ein Grundsatz. Der Respekt vor den Verstorbenen ebenso. Man kehrt nicht zum normalen Geschäftsbetrieb zurück, solange Familien noch darauf warten zu verstehen, wie ihre Angehörigen ums Leben gekommen sind.» Man rufe daher alle Beteiligten dazu auf, ihrer moralischen Verantwortung gerecht zu werden.

    Man wolle keine Polemik anfachen, sagte Rivera. Vielmehr gehe es darum, dass die Betroffenen der Brandkatastrophe angemessen unterstützt und begleitet wurden. Ziel sei unter anderem, dass die Erfahrungen aus der Behandlung der Brandverletzten in die Praxis in Spitälern beispielsweise in Italien einflössen.

    Kommentare

    User #2007 (nicht angemeldet)

    Denkt bloss nicht, dass wegen der Brandkatastrophe die Krankenkasse den Morettis keine Prämienrechnung mehr sendet. Man darf hier nicht vergessen, dass das Leben auch für die Morettis weitergehen muss. Die Morettis wollen arbeiten und die Öffentlichkeit soll froh sein darum anstatt im Wege zu stehen.

    User #2007 (nicht angemeldet)

    Was sollen denn die Morettis genau heute machen? Stellt euch einmal vor, die Morettis müssen sich mit dieser Geschichte auf eine Stelle bewerben. Da wären Sie an jedem Arbeitsplatz völlig ausgestellt und auch ein Sicherheitsrisiko. Die Öffentlichkeit soll froh sein, dass die Morettis wieder einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen wollen. Allerding stelle ich in Frage, ob es mit dieser Geschichte überhaupt möglich ist einen Gastronomiebetrieb erfolgreich zu führen.

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