Coronavirus

    Coronavirus: St. Galler Restaurant rebelliert gegen Maskenpflicht

    Victoria Lange
    Victoria Lange

    Gaster,

    Im Kampf gegen das Coronavirus gilt in der Gastrobranche strikte Maskenpflicht. Das stösst vielen sauer auf – das Restaurant Arvenbüel bei Amden SG wehrt sich.

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    Das Restaurant Arvenbüel rebellierte über Pfingsten gegen die Maskenpflicht. - arvenbuel.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Gastrobranche herrscht derzeit eine strikte Maskenpflicht.
    • Das St. Galler Restaurant Arvenbüel hat genug davon und rebellierte an Pfingsten dagegen.
    • Nach zwei Tagen war Schluss: Die Polizei intervenierte nach einer Meldung.

    Wiederholte Schliessungen, strikte Maskenpflicht und geschlossene Innenbereiche: Besonders die Gastrobranche leidet unter den behördlichen Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus.

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    In Restaurants und Bars herrschte eine strikte Maskenpflicht im Kampf gegen das Coronavirus. - Keystone

    Das Restaurant Arvenbüel bei Amden SG hat nun genug. Auf Twitter kursiert ein Plakat der Betreiberin, wonach sie ihre Angestellten und Gäste eigenmächtig von der Maskentragpflicht befreien will.

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    15 Monate habe man sich an die Massnahmen des Bundesrats gehalten, schreibt die Besitzerin Barbara Rüedi. Seit fünf Monaten müsse sie das Restaurant dennoch geschlossen halten – grundlos, wie sie findet.

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    Gesagt, getan. Von Samstagabend bis Montag wurde im Restaurant Arvenbüel auf die Masken verzichtet, wie Rüedi auf Anfrage bestätigt. Die restlichen Hygienemassnahmen wie Abstand oder die vier maximal erlaubten Gäste pro Tisch habe man aber stets eingehalten.

    Von den Gästen seien mehrheitlich positive Rückmeldungen gekommen. «Ich habe gemerkt, dass die Leute genug von den Massnahmen haben», so die Beizerin. «Die Leute haben uns fast umarmt.»

    Coronavirus: Masken-Rebellion ist eine «bodenlose Frechheit»

    Anders sieht es auf Twitter aus. Hier kommt die Aktion des Restaurants schlecht an. In den Kommentaren empören sich die User über das eigenmächtige Handeln der Besitzerin. Auch bisherige (und jetzt wohl ehemalige) Gäste.

    «Mich werden die nie sehen», schreibt eine Userin. Das Ganze sei eine «bodenlose Frechheit». Ein weiterer schliesst sich dem Boykott an: «Ok – für mich einfach: Da gehen wir nicht mehr hin.»

    Polizei macht kurzen Prozess

    Nicht nur auf Twitter regte sich Widerstand gegen die Masken-Rebellion. Eine Person habe das Restaurant Arvenbüel bei der Kantonspolizei St. Gallen gemeldet. Daraufhin seien dann gestern die Beamten gekommen und hätten dem Ganzen ein Ende gesetzt, so Rüedi.

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    Die Kantonspolizei St. Gallen setzte der Masken-Rebellion ein schnelles Ende. (Symbolbild) - Keystone

    Jetzt halte sich das Restaurant wieder an die Maskenpflicht. «Ich kann mir keine Schliessung leisten», erklärt die Wirtin.

    Die Kantonspolizei St. Gallen bestätigt den Einsatz auf Anfrage. Das Restaurant wurde verwarnt. Bei einer Wiederholung käme es in solchen Fällen dann zur Anzeige. Ähnliche Vorfälle im Kanton sind Kapo-Sprecher Florian Schneider derzeit nicht bekannt.

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