Coronavirus: Schweiz im Vergleich zum Ausland lasch unterwegs

    Sven Würgler-1
    Sven Würgler-1

    Bern,

    Die Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus wurden in der Schweiz soeben verschärft. Doch wie streng sind diese im Vergleich zum Ausland? Ein Überblick.

    In Deutschland (l.) sind die Massnahmen strenger als in der Schweiz, in Grossbritannien (r.) lockerer. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweiz hat seit dem 20. Dezember neue Corona-Massnahmen.
    • Im Vergleich zu den umliegenden Ländern ist die Schweiz immer noch locker unterwegs.

    Die aktuelle Situation mit dem Coronavirus zwingt Regierungen weltweit, die Massnahmen zu verschärfen. Und mit der neuen Omikron-Variante ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor aufgetaucht, der die Pandemie verschärft.

    In der Schweiz gilt seit dem 20. Dezember wieder die Homeoffice-Pflicht. In Innenräumen gilt ausserdem grundsätzlich 2G, je nachdem sogar 2G+.

    Corona-Tests
    Mit 2G fallen immer mehr Aktivitäten für Ungeimpfte auch mit einem Testnachweis weg. - dpa

    Doch wie einschränkend sind die Schweizer Massnahmen gegen das Coronavirus im Länder-Vergleich?

    Österreich

    Eben erst beendete Österreich einen dreiwöchigen Lockdown. Damit konnten die Inzidenzen deutlich unter den europäischen Durchschnitt gesenkt werden. Bei der Einreise gilt 2G (mit drei Impfdosen) oder sonst 2G+. Ab Februar kommt dann die Impfpflicht für die breite Bevölkerung.

    Deutschland

    In Deutschland sind die Massnahmen generell härter als in der Schweiz. So gilt an den meisten Orten 2G beziehungsweise 3G – auch am Arbeitsplatz.

    Germany New Government
    Die Ampel berät ab Dienstag über neue Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Im Bild Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD). - keystone

    In der Schule gilt auf allen Stufen Maskenpflicht und das Pflegepersonal muss bis am 15. März 2022 geimpft oder genesen sein. Bereits diskutiert das nördliche Nachbarland wieder über Verschärfungen.

    Frankreich

    In Frankreich soll für das öffentliche Leben grossflächig 2G eingeführt werden. Schon länger darf nur in Bars, Restaurants, Theater, Museen oder Konzerte, wer geimpft oder genesen ist. Laut den aktuellen Plänen der Regierung soll aber auch das noch ausgebaut werden.

    Für das Gesundheitspersonal und Mitarbeitende von Rettungsdiensten gilt bereits seit September eine Impfpflicht beim Coronavirus.

    Italien

    Italien hat als eines der ersten Länder 3G am Arbeitsplatz eingeführt. Auch sonst ist der «Grüne Pass» für viele Bereiche des öffentlichen Lebens Pflicht, auch für den ÖV.

    Coronavirus - Italien
    In Italien ist es wegen der Corona-Regeln wiederholt zu Ausschreitungen gekommen. - dpa

    Mit den Verschärfungen im November sind viele freiwilligen Aktivitäten nur noch mit 2G möglich, beispielsweise Clubbesuche oder Konzerte. Auch eine Impfpflicht für Angestellte im Gesundheitswesen kennt Italien bereits seit Mai.

    Niederlande

    Um die Verbreitung der neuen Coronavirus-Variante einzuschränken, hat die Niederlande eiligst einen Lockdown verhängt. Die harte Massnahme gilt vorerst bis zum 14. Januar. An Weihnachten dürfen ausnahmsweise pro Haushalt vier Besucher empfangen werden.

    Grossbritannien

    Die Omikron-Fälle in Grossbritannien nehmen extrem schnell zu. Die Hauptstadt London hat deshalb bereits den Katastrophenfall ausgerufen.

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    Noch fehlen aber strenge nationale Regelungen. An einigen Orten gilt aber trotzdem 3G. Je nach Gebiet sind Impfungen für Mitarbeitende im Gesundheitswesen obligatorisch.

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