Samnaun beherbergt wegen des Lockdowns gegen Corona in Österreich mehr Gäste. Ab heute dürfen Getestete nur noch die Schweizer Seite des Skigebiets nutzen.
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In Ischgl sind die Hotels geschlossen, Österreicher kommen daher nach Samnaun. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen des Lockdowns in Österreich verzeichnet Samnaun mehr Gäste.
  • Im grenzüberschreitenden Skigebiet Samnaun / Ischgl gilt ab heute die 2G-Regel.
  • Getestete dürfen aber immerhin auf der Schweizer Seite den Berg runterfahren.

Österreich befindet sich noch bis mindestens am 13. Dezember im Lockdown, Restaurants, Hotels und Bars sind geschlossen, Skigebiete hingegen offen. Im ehemaligen Corona-Hotspot Ischgl beginnt heute Freitag die Saison.

Samnaun, die Schweizer Seite des grenzübergreifenden Skigebiets, ist bereits seit rund einer Woche offen. Hier sind auch Restaurants und Hotels geöffnet. Ein klarer Vorteil für die Engadiner: «Die Ankündigung des Lockdowns hat bei uns zusätzliche Buchungen ausgelöst», sagte Mario Jenal gegenüber «Hotel Revue».

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Der österreichische Skiort Ischgl wurde zum Pandemie-Beginn einer der ersten Hotspots des Coronavirus. - Keystone

Man habe einen «markanten Zuwachs» von Gästen verzeichnet, die sonst in Ischgl logieren, so der CEO der Bergbahnen Samnaun. Auf der Schweizer Seite gilt in den Hotels nur die 3G-Regel. Ab heute dürfen aber nur noch gegen Corona Geimpfte oder davon Genesene das gesamte Skigebiet ausnutzen.

Man habe auf die 2G-Regel viel Zuspruch, positive Statements und Buchungen erhalten, so Jenal. Generell gelten im Skigebiet die schärferen Regeln, im Moment seien das die österreichischen. Es solle einheitlich sein, begründet Jenal. «Alles andere wäre zu kompliziert und würde zu einem Durcheinander führen.»

Es liege ihm aber fern, sich in die Impfdiskussion einzumischen, «ob geimpft oder nicht, soll in Samnaun keine Rolle spielen». Laut Erhebungen seien 80 Prozent der Schneesportler geimpft, so Jenal.

Was halten Sie von einer 2G-Regel im Skigebiet?

Für die anderen 20 Prozent bietet Samnaun eine 3G-Tageskarte an. Damit können auf Corona Getestete den Schweizer Teil des Skigebiets nutzen. Jenal: «Wir wollen niemanden vom Schneesport ausschliessen.»

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