Wolf

    Bündner Wolf wandert fast 2000 Kilometer bis nach Ungarn

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    Chur,

    Der Bündner Jungwolf M237 ist bis nach Ungarn gewandert. Via GPS-Sender konnte seine Route durch vier Länder verfolgt werden.

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    Der Bündner Wolf M237 tappte auf dem Weg nach Ungarn in eine Fotofalle - Kora

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wolf M237 hat die längste bisher bekannte Wanderung eines Wolfes in Europa zurückgelegt.
    • 1927 Kilometer ist der Bündner Jungwolf gewandert – bis nach Ungarn.
    • Dafür benötigte er ein Jahr.

    Der Kanton Graubünden hat die längste bisher bekannte Wanderung eines Wolfes in Europa aufgezeichnet. Der Bündner Wolf M237 ist 1927 Kilometer bis nach Ungarn gewandert, wie Kora, die Stiftung für Raubtierökologie und Wildtiermanagement, am Montag mitteilte.

    Vor rund einem Jahr wurde M237 vom Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden mit einem Halsband mit GPS-Sender versehen. Auf seiner Wanderung zog der Jungwolf seither durch vier Länder.

    Mitte Februar in Ungarn

    Ende Juni 2022 überquerte er im Unterengadin die Grenze nach Italien, wanderte von da weiter nach Österreich. Im Oktober befand er sich in der Region Innsbruck, von wo aus er weiter durch Tirol Richtung Wien lief. Den Jahreswechsel verbrachte er westlich der österreichischen Hauptstadt. Mitte Februar überquerte er die ungarische Grenze und wanderte dann in Richtung Budapest.

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    Diese Route legte Wolf «M237» zurück. - Kora

    Die Wanderung von M237 zeigt laut Kora, wie anpassungsfähig Wölfe sind. Auf seiner Wanderung durchquerte der Wolf unterschiedliche Landschaften, vom Hochgebirge über Kulturlandschaften bis hin zu Siedlungsräumen. Er überquerte Flüsse, zahlreiche Autostrassen und -bahnen sowie viele Berge, einer davon knappe 3500 m hoch.

    Meist wanderte er zielstrebig in eine Richtung, ab und zu verweilte er auch wenige Tage bis etwa zwei Wochen an einem Ort, vielleicht um sich auszuruhen, vielleicht wegen guten Nahrungsangebots, bevor er weiterzog.

    Wichtige Populations-Verbindung

    Solche Langstrecken-Wanderer sind laut Kora sehr wichtig für die Verbindung zwischen Populationen. Auch M237 ist nicht mehr allzu weit weg von einem Gebiet einer anderen Wolfspopulation, der Karpaten-Population.

    M237 wurde im Jahr 2021 als eines von 6 Jungtieren (4 davon genetisch nachgewiesen) des Stagias-Rudels geboren. Seine Eltern sind die Wölfin F31, eine Nachfahrin von F07, der Begründerin des ersten Schweizer Wolfsrudels am Calanda und der Wolf M125 (Herkunft unbekannt).

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