Während des Weltwirtschaftsforums logieren die Reichen in Davos. Die Bündner selber werden jedoch nicht selten ausquartiert. So wie ein Koch aus Pany GR.
Strike-WEF-Teilnehmer Jakob Lerch äussert sich zu den hohen Übernachtungspreisen in Davos und Umgebung. - Nau
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Das Wichtigste in Kürze

  • Vom 21. bis 24. Januar nimmt das WEF die Bündner Hotels und Wohnungen in Beschlag.
  • Vermieter wittern ein gutes Geschäft und zwingen ihre Mieter zum Auszug auf Zeit.
  • So erging es etwa einem Koch aus dem Bündner Dorf Pany.

Während des Weltwirtschaftsforums WEF sind die Wohnungen und Hotels in Davos und Umgebung so gefragt wie nie. Die Preise schnellen in die Höhe. Vom Gewinn wollen auch jene Wohnungs- und Hausbesitzer profitieren, die Dauermieter haben.

Dazu greifen sie zu drastischen Massnahmen. Wie der 75-jährige Bündner Jakob Lerch erzählt, hat der Vermieter eines Kochs aus Pany GR diesen während des WEF aus der Wohnung geworfen.

Dies sei bei der Vertragsunterzeichnung die Bedingung gewesen. Dabei liegt das Dorf fast 30 Kilometer vor Davos!

«Es gibt ein Haufen Trittbrettfahrer, die den Jahresumsatz in den zwei Wochen rund ums WEF machen», sagt Lerch. Den Höhepunkt erreichen Airbnb-Wohnungen mit bis zu 30'000 Franken pro Woche.

Winterwanderung geht morgen weiter

Jakob Lerch, der extra wegen des «WEF-Theaters» aus Davos weggezogen ist, ist einer von mehreren hundert Personen, die heute erneut an der dreitägigen Klimawanderung nach Davos teilgenommen haben.

Impressionen von Etappe 2 der Klima-Wanderung von Schiers nach Klosters. - Nau

Am WEF, das am Dienstag beginnt, werden sowohl US-Präsident Donald Trump sowie die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg teilnehmen. Trump hatte vor zwei Jahren in Davos im «Goldenen Ei», dem Hotel Intercontinental übernachtet. Greta, die letztes Jahr vor Ort war, im Zelt.

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