BLV untersucht mögliche Vergiftungsrisiken bei Babynahrung
In der Schweiz rückt Babynahrung aufgrund von Hinweisen auf mögliche Vergiftungen ins Zentrum einer Untersuchung des BLV.

Babynahrung rückt in der Schweiz ins Zentrum einer Untersuchung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen nach Hinweisen auf mögliche Vergiftungen.
Mehrere Säuglinge entwickelten nach dem Konsum industriell hergestellter Produkte in verschiedenen Kantonen Symptome wie Erbrechen und Durchfall.
Wie «SRF» berichtet, klangen die Beschwerden nach dem Absetzen der betroffenen Babynahrung rasch und ohne erkennbare Komplikationen ab.
BLV prüft Cereulid-Verdacht in Babynahrung
Das BLV sammelt derzeit Meldungen aus mehreren Regionen und prüft mögliche Zusammenhänge mit zurückgerufenen Chargen. Gleichzeitig ruft die Branche Babynahrung zurück, nachdem in bestimmten Produkten der hitzestabile Giftstoff Cereulid nachgewiesen wurde.
Das Toxin kann bei Säuglingen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen und bleibt selbst bei hohen Temperaturen bestehen. Cereulid kann laut «Chip» durch Erhitzen oder Zubereitung nicht zerstört wird, weshalb die betroffenen Produkte nicht verwendet werden sollen.
Wie «Swissinfo» berichtet, verfolgen die Behörden die betroffenen Rohstoffe entlang internationaler Lieferketten bis zu einem ausländischen Zulieferer. Ziel ist es, mögliche Kontaminationsquellen eindeutig zu identifizieren und weitere Risiken auszuschliessen für Säuglinge in der Schweiz.
BLV informiert laufend über Babynahrung-Ermittlungen
Das BLV arbeitet laut «SRF» eng mit kantonalen Behörden und Herstellern zusammen, um verunreinigte Babynahrungsprodukte umfassend zurückzuverfolgen. Gleichzeitig informiert das Amt die Öffentlichkeit laufend über betroffene Produkte und aktuelle Laborergebnisse.
Eltern sollen laut dem BLV bei auffälligen Symptomen umgehend ärztlichen Rat einholen und die konsumierte Babynahrung sichern. Die Untersuchungen dauern an, weitere Testergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet, wie «SRF» berichtet.

Nach Angaben der Behörden gibt es bisher keine Meldungen über schwerwiegende Krankheitsverläufe bei den betroffenen Säuglingen. Die Untersuchungen dauern weiterhin an, und die Laborergebnisse sollen veröffentlicht werden, sobald belastbare Erkenntnisse vorliegen, wie «SRF» berichtet.








