Babymilch-Rückrufe: 36 Verdachtsfälle in Grossbritannien

    Keystone-SDA
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    Die britische Gesundheitsbehörde hat bislang 36 Krankheitsmeldungen bei Kindern nach dem Konsum zurückgerufener Babynahrung registriert. Anfang Januar haben der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé und später der französische Konzern Danone in Grossbritannien gewisse Chargen von Säuglingsmilch zurückgerufen.

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    Babymilch-Rückrufe: 36 Verdachtsfälle in Grossbritannien. - keystone

    Krankheitssymptome zeigten den Angaben zufolge Kinder in England, Schottland, Wales, Nordirland und den Kronbesitzungen. Sie hatten aus den vom Rückruf betroffenen Chargen Milchpulver konsumiert und anschliessend Symptome gezeigt, wie sie auch bei einer Vergiftung mit dem Toxin Cereulid auftreten.

    Bei einigen Kindern seien auch Infektionen mit saisonalen Viren festgestellt worden, die derzeit weit verbreitet zirkulieren, erklärte die Gesundheitsbehörde. Die Überwachung zeige für diese Jahreszeit keine ungewöhnliche Zunahme von Meldungen aus Spitälern und dem Gesundheitsdienst über Erbrechen bei Kindern unter einem Jahr. Die Behörden wollen die Vorfälle weiter untersuchen, um mögliche Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit zu begrenzen.

    Zahlreiche Hersteller von Säuglingsnahrung, darunter neben Nestlé auch Danone und Lactalis, haben seit Ende 2025 aufgrund eines Risikos der Cereulid-Kontamination in mehr als 60 Ländern Rückrufe von Säuglingsmilch durchgeführt. Auch der Schweizer Hersteller Hochdorf war betroffen. Hintergrund ist gemäss der Industrie ein in den Milchpulvern als Zutat verwendetes und verschmutztes Öl eines Zulieferers aus China.

    Cereulid ist laut Gesundheitsbehörden ein von Bakterien gebildetes Gift, das 30 Minuten bis sechs Stunden nach der Einnahme plötzliche Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen verursachen kann. Das Toxin ist extrem hitzestabil. Es wird selbst durch Kochen, Braten oder Pasteurisieren nicht zerstört.

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