Blumentopf-Randale in Stäfa ZH sorgen für grosse Empörung
Böswillig werden Blumentöpfe vor dem Geschäft von Ines Kowald in Stäfa ZH umgeworfen. Die Empörung ist gross – die Solidarität mit der Kosmetikerin auch.

Das Wichtigste in Kürze
- Vor einem Kostmetikstudio in Stäfa ZH werden zwei grosse Blumentöpfe umgeworfen.
- Die Besitzerin postet die Bilder auf Facebook. Die Empörung ist gross.
- Und auch die Solidarität. Deshalb soll nun daraus etwas Gutes entstehen.
«Schade, dass ich heute Morgen meine Blumentöpfe vor dem Geschäft umgestossen vorfinden musste», schreibt Kosmetikerin Ines Kowald auf Facebook und postet ein Foto der Töpfe, die am Boden liegen.
Sie schreibt dazu: «Respekt gegenüber fremdem Eigentum kostet nichts – bedeutet aber viel.» Die Resonanz auf ihren Post ist riesig – und die Empörung auch.
Sie löst damit fast 600 Likes und über 100 Kommentare aus.

«Respekt und Anstand haben in ‹unserer› heutigen Gesellschaft leider fast keinen Platz mehr», kommentiert eine Frau. «Einfach nur unnötig und traurig», so ein anderer Kommentar.
Nau.ch trifft Ines Kowald vor ihrem Geschäft in Stäfa an der Zürcher Goldküste. Sie erzählt: «Ein Passant entdeckte die Töpfe. Er ging davon aus, dass es eine Gruppe Jugendlicher war, die ihm zuvor entgegengelaufen war.»
Die Töpfe seien mit mehreren Backsteinen beschwert und liessen sich nicht einfach versehentlich umwerfen.
Der Passant habe ihr das entsprechende Foto per Whatsapp geschickt, woraufhin sie den Post am nächsten Morgen absetzte. «Die Resonanz hat mich dann sehr überrascht und berührt.»
Lieber über Kunst als Vandalismus reden
Die Unterstützung aus der Bevölkerung habe ihr zudem gezeigt, dass die Leute die kleinen Ladenlokale schätzen würden, so Ines Kowald, die ihr Kosmetikstudio «Body & Face» seit fast 20 Jahren führt.
Viele ihrer Kundinnen und Kunden würden sie schon seit Jahren begleiten.
Im ersten Moment sei sie aber schon erschrocken und enttäuscht gewesen. Nun wolle sie das Ganze aber zu etwas Gutem umwandeln. Denn sie sei ein positiver Mensch, und rückgängig machen könne man es ja nicht.
«Eigentlich beschäftigt mich heute nicht mehr, wer die Töpfe umgeworfen hat. Viel spannender finde ich die Frage, ob darauf etwas Schönes entstehen kann.»
Etwa ein kleines Kunstprojekt. «Vielleicht gestalten lokale Künstlerinnen und Künstler handgemalte Blumentöpfe für Geschäfte in Stäfa und macht Stäfa etwas bunter?»
Ines Kowald betont: «Das wäre schöner als jede Diskussion über Vandalismus.»











