Das Berufungsverfahren gegen den PSG-Präsidenten und Medienmogul Nasser Al-Khelaifi in der Affäre um TV-Rechte, in die auch die ehemalige Nummer 2 der Fifa, Jérôme Valcke, verwickelt ist, wird vom 7. bis 10. März in Lausanne stattfinden. Dies geht aus Dokumenten des Bundesgerichts hervor.
Paris Saint-Germain
Nasser Al-Khelaifi trabt beim Bundesstrafgericht an. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bundesanwaltschaft hatte Mitte Februar 2021 angekündigt, dass sie gegen das Urteil des Bundesstrafgerichts in Bellinzona von Ende Oktober 2020 Berufung einlegen werde.

Das Gericht hatte den PSG-Präsidenten damals freigesprochen. Valcke wurde wegen Urkundenfälschung zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 200 Franken verurteilt.

Al-Khelaifi, Valcke und ein mitbeschuldigter griechischer Geschäftsmann standen wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung in Zusammenhang mit der Vergabe von Fernsehrechten vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona.

Valcke hatte Fifa-Konten frisiert, um Zahlungen des Griechen von 1,25 Millionen Franken zu verschleiern. Vom Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung sprach ihn das Bundesstrafgericht frei.

Deshalb wurde auch Nasser Al-Khelaifi, Präsident des Fussballklubs Paris-St-Germain und Besitzer der Mediengruppe Bein Media, von der Anklage der Anstiftung zur ungetreuen Geschäftsbesorgung freigesprochen. Auch der Grieche wurde freigesprochen.

Die Bundesanwaltschaft hatte für Valcke eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 36 Monaten gefordert. Gegen Al-Khelaifi lautete der Strafantrag auf 28 Monate teilbedingt und gegen den abwesenden Griechen auf 30 Monate teilbedingt.

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