Berner Elch reist für Wiederansiedlung nach Rumänien

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Ein junger Elchbulle aus dem Tierpark Bern ist nach Rumänien gebracht worden. Er soll dort Teil eines Projekts zur Wiederansiedlung der grössten Hirschart Europas werden, die in Rumänien seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ausgestorben gilt.

Der Elch (Alces alces) ist die grösste Hirschart Europas und seit einigen Jahren auf dem Vormarsch in südwestliche Regionen. (Symbolbild)
Der Elch (Alces alces) ist die grösste Hirschart Europas und seit einigen Jahren auf dem Vormarsch in südwestliche Regionen. (Symbolbild) - KEYSTONE/CLAUDIO THOMA

Der Elch werde nach einer kurzen Quarantäne im Naturpark Vânători-Neamț mit drei Elchkühen und einem weiteren Stier zusammenleben, teilte der Tierpark Bern mit. Die fünf Tiere sollen eine Gründerpopulation für eine mögliche spätere Auswilderung bilden.

Das Projektgebiet umfasst Wälder, Grasland und Feuchtgebiete. Begleitet wird das Vorhaben von einem Forschungsteam der Universität Suceava.

Der Elchbulle war im Mai 2025 im Tierpark Bern als Zwilling geboren worden. Für seinen Bruder fand der Tierpark trotz intensiver Suche keinen geeigneten Platz, wie es in der Mitteilung hiess. «Er wurde daher geschlachtet und den Raubtieren im Tierpark Bern verfüttert.»

Dieser Entscheid sei nie einfach. «Er entspricht aber einer sachlich begründeten und verantwortungsvollen Praxis in der modernen Zoohaltung.»

Der Elch ist seit einigen Jahren auf dem Vormarsch in südwestliche Regionen. Vereinzelte Tiere wurden bereits in Süddeutschland beobachtet. Laut Tierpark Bern ist es möglicherweise nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Elche in der Schweiz gesichtet werden.

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Kommentare

User #2136 (nicht angemeldet)

oh nein... der war hier sehenswert, aber vielleicht zu wenig Platz...

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