Migros

    Bei der Migros gibt es jetzt einen Müesli-Engpass

    Simon Ulrich
    Simon Ulrich

    Zürich,

    In vielen Migros-Filialen fehlen derzeit Getreideflocken. Bereits bei anderen Produkten kam es aufgrund von Preiskämpfen mit Markenherstellern zu Engpässen.

    Migros
    Auch beim Getreidesortiment zeigen sich bei der Migros derzeit Lücken. - zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Migros-Filialen fehlen derzeit viele Getreideflocken - wegen Lieferunterbrüchen.
    • Grund sei eine aktuell erhöhte Nachfrage, gibt die Migros an.
    • Auch bei anderen Produkten kam es aufgrund von Preisverhandlungen bereits zu Engpässen.

    In diversen Migros-Filialen fehlen derzeit auffällig viele Getreideflocken. Betroffen sind sowohl Bio- als auch andere Sorten. Bei mehreren Produkten ist ein «Lieferunterbruch» vermerkt.

    Migros-Sprecherin Laura Dikhoff nennt gegenüber «CH Media» eine «aktuell erhöhte Nachfrage im Cerealien-Sortiment» als Grund. Die Ursache dafür sei noch unklar. Mögliche Faktoren seien veränderte Essgewohnheiten oder mediale Empfehlungen.

    Preisverhandlungen belasten Sortiment

    Möglicherweise spielt aber auch die Schliessung der Alnatura-Filialen Ende 2025 eine Rolle. So bestätigt auch Coop eine erhöhte Cerealien-Nachfrage, sieht jedoch keine Lieferprobleme.

    Hinzu kommen laufende Preisverhandlungen der Migros mit rund 60 Markenherstellern, die zu Lieferengpässen geführt haben. Etwa bei Produkten von Lindt, Thomy oder Rio Mare.

    Hintergrund ist eine neue Einkaufsstrategie unter der Leitung von Florian Decker: Ziel ist ein einheitlicher und möglichst tiefer Preis für alle Formate der Migros-Gruppe. So sollen Preisunterschiede von bis zu 30 Prozent gegenüber dem Ausland beseitigt werden.

    Das Vorhaben ist Teil der Tiefpreisoffensive von Migros-Chef Mario Irminger, der 500 Millionen Franken in günstigere Preise investieren will. Vor allem bei Artikeln, die auch Aldi und Lidl führen.

    Konkurrenz könnte von leeren Migros-Regalen profitieren

    Doch die leeren Regale bergen Risiken: Kundinnen und Kunden könnten zur Konkurrenz abwandern, was langfristige Umsatzeinbussen zur Folge hätte.

    Ein Blick zu Coop zeigt, dass auch andere Händler bei gescheiterten Verhandlungen eigene Wege gehen: Coop ersetzte 2022 Markenprodukte von Mars durch die Eigenmarke «Tom’s Best».

    Gehst du oft in der Migros einkaufen?

    Eine Option, die Migros bisher nicht gewählt hat. Auch wenn intern diskutiert wird, künftig der europäischen Einkaufsgemeinschaft Everest beizutreten, um mehr Verhandlungsmacht zu gewinnen.

    Voraussetzung dafür ist laut Insidern aber eine einheitliche Preisstrategie innerhalb der Migros-Gruppe.

    Kommentare

    User #5059 (nicht angemeldet)

    Bei der Migros gibt es jetzt einen Müesli-Engpass. Wau da muss ich ja direkt auswandern!

    User #5680 (nicht angemeldet)

    Kein Müsli oh die Welt geht unter.

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