Basel: Preise zu hoch – leere Hotelzimmer trotz ESC
Viele Hotels in Basel bleiben trotz Eurovision Song Contest leer. Die Branche macht hohe Preise und strenge Buchungsregeln dafür verantwortlich.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Hotelbranche hatte grosse Erwartungen an den ESC und seine Zimmerbelegung.
- Zum Startschuss des ESC stünden Zimmer immer noch leer.
- Zu hohe Preis und strenge Buchungsregeln seien die Hauptgründe.
- Zudem kommen viele Gäste aus der Schweiz und übernachten bei Bekannten.
Basel hat riesige Erwartungen an den ESC. Die Regierung rechnete mit 500'000 Gästen. Hoteliers hofften auf volle Häuser.
Doch kurz vor dem Event sind nur 85 Prozent der Betten belegt. «Wir haben mehr erwartet», sagt Franz-Xaver Leonhardt, Präsident Hotellerie Suisse Region Basel. «Wir dachten, wir seien bumsvoll», zitiert ihn das «SRF». Daraus wird offenbar nichts.
Gleiches Bild in Deutschland
Auch im deutschen Umland ist die Auslastung gering. Dort seien nur knapp 60 Prozent der Betten belegt.

Die Branche zeigt sich nun selbstkritisch. «Einige Hotels haben restriktive Buchungsbedingungen», sagt Felix Düster vom Hotel- und Gaststättenverband Lörrach.
Viele Hotels verlangten eine Mindestbuchung von fünf Nächten. «Vielleicht sind die Preise auch zu hoch», gibt Düster zu.
Gesenkte Preise sollen Situation entschärfen
Leonhardt beobachtet: «Ich gehe davon aus, dass die Preise bald sinken. Dann buchen die Leute Zimmer.» Seine Prognose: «Ab Dienstag, dem Tag des ersten Halbfinals, sind die Hotels voll.»
Viele Gäste brauchen kein Hotel
Ein weiterer Grund für die leeren Zimmer: 56 Prozent der Tickets gingen an Personen aus der Schweiz. Da das Land nicht wirklich gross ist, reisen viele mit Extrazügen an oder übernachten bei Freunden.
«Man kennt immer irgendwo jemanden und kann dort schlafen», sagt Melisa Kaymaz, Präsidentin des Eurovision Clubs Switzerland. Sie selbst übernachtet bei einem Kollegen in Basel.