Barry Callebaut steht in Brasilien wegen Kinderarbeit vor Gericht
Eine Tochterfirma von Barry Callebaut muss sich in Brasilien wegen Kinderarbeit verantworten. Behörden sprechen von schweren Verstössen.

Eine brasilianische Tochterfirma des Schweizer Schokoladenherstellers Barry Callebaut steht wegen Kinder- und Sklavenarbeit vor Gericht. Das Verfahren läuft derzeit vor dem obersten Arbeitsgericht Brasiliens, berichtet die Nachrichtenagentur «AWP».
Die brasilianischen Behörden werfen dem Unternehmen schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Dies geht aus Justizdokumenten hervor, die dem investigativen Portal «Repórter Brasil» als auch Tamedia vorliegen, wie «Cash» schreibt.
Barry Callebaut hat sich inzwischen zu den Anschuldigungen geäussert. Der Konzern verurteile alle Formen von Menschenrechtsverletzungen in der Kakaolieferkette aufs Schärfste, zitiert die «AWP».
Zentrale in Zürich lehnt Ausbeutung ab
Die Zentrale in Zürich betont, dass man Praktiken ablehne, die Kinder oder Erwachsene ausbeuten. Auch gefährliche Arbeitsbedingungen würden nicht toleriert, heisst es in der Stellungnahme.

Kinderarbeit ist ein bekanntes Problem in der Kakaoproduktion. Die Schokoladenindustrie kämpft seit Jahren gegen diese Missstände in den Lieferketten.
Barry Callebaut ist der weltweit grösste Produzent von Schokolade und Kakaoprodukten. Das Unternehmen mit Sitz in Zürich beliefert zahlreiche internationale Süsswarenhersteller.












