Aare

Badi-Gäste finden Aare nach Hochwasser-Arbeiten «wilder»

Riccardo Schmidlin
Riccardo Schmidlin

Bern,

Im wichtigsten Berner Uferabschnitt ist die Aare jetzt breiter. Schwimmer beobachten nun «mehr Strudel» im Badefluss.

Aare
Die neue Flachwasserzone beim Gaswerkareal bietet wertvollen Lebensraum für Jungfische und wirbellose Tiere. - Tiefbauamt Bern

Das Wichtigste in Kürze

  • Badegäste melden nach den Arbeiten mehr Strudel in der Schwimmstrecke.
  • Die neue Flachwasserzone soll Fischen Rückzugsräume bieten und den Schutz erhöhen.
  • Die Gewässerpolizei prüft mögliche Strömungsänderungen und warnt vor einem Restrisiko.

Beim Gaswerkareal zwischen dem Schönausteg und dem Marzili in der Stadt Bern ist die Aare jetzt breiter. Die sogenannten ökologischen Ausgleichsmassnahmen sollen den Hochwasserschutz erhöhen.

Neu gibt es eine Flachwasserzone mit kleinen Inseln, die Rückzugsmöglichkeiten für Fische bietet. Abgetrennt von der Badestrecke.

«Mehr Strudel» nach Hochwasser-Arbeiten gemeldet

Während es in der neuen Fischzone ruhig hergeht, ist es auf der Schwimmstrecke dafür umso wilder. Das berichten mehrere Aareschwimmer gegenüber Nau.ch.

«Es hat mehr Strudel. Man muss noch vorsichtiger sein», meint Markus (69).

Hüpfst du gerne in den kühlen Fluss?

Cedric (26) sagt: «Ich finde die Sanierung absolut gelungen – es ist wirklich schön. Jetzt aber dünkt mich die Aare wilder.»

Auch Nau.ch hüpfte in den beliebten Badefluss und machte den Test. «Die Strecke war noch nie ungefährlich. Jetzt muss man noch besser aufpassen als vorher», so das Fazit des Reporters.

Polizei: «Bauliche Eingriffe können Veränderungen bewirken»

Ist die Aare jetzt wirklich gefährlicher?

«Der Gewässerpolizei liegen derzeit keine Erkenntnisse vor», sagt Polizeisprecher Joël Regli zu Nau.ch.

Ausschliessen will er dies aber nicht. «Bauliche Eingriffe an Fliessgewässern können grundsätzlich lokale Veränderungen der Strömungsverhältnisse bewirken», sagt er.

Ob sich dadurch neue Gefahrenstellen, Strudel oder veränderte Strömungen ergeben haben, müsse jedoch erst noch beurteilt werden.

Die Gewässerpolizei sichert zu, sicherheitsrelevante Veränderungen zu überprüfen und dann die Bevölkerung entsprechend zu informieren.

«Restrisiko bleibt»

Unabhängig von den baulichen Anpassungen sei die Aare aber «ein natürliches Fliessgewässer mit wechselnden Strömungsverhältnissen».

«Badegäste sollten die örtlichen Gegebenheiten beachten, signalisierten Gefahrenbereichen fernbleiben und ihre Schwimmfähigkeiten realistisch einschätzen», so Regli.

Je nach Wetterlage können sich die Bedingungen ändern. «Ein Restrisiko besteht auch dann, wenn man gut vorbereitet ist», mahnt der Polizeisprecher.

Das solltest du beim Schwimmen oder Aareböötle beachten

1. Kinder nur begleitet ans Wasser lassen – kleine Kinder in Griffnähe beaufsichtigen.

 

2. Nie alkoholisiert oder unter Drogen ins Wasser. Nie mit vollem oder ganz leerem Magen schwimmen.

 

3. Nie überhitzt ins Wasser springen. Der Körper braucht Anpassungszeit.

 

4. Nicht in trübe oder unbekannte Gewässer springen. Unbekanntes kann Gefahren bergen.

 

5. Luftmatratzen und Schwimmhilfen gehören nicht ins tiefe Wasser. Sie bieten keine Sicherheit.

 

6. Lange Strecken nie allein schwimmen. Auch der besttrainierte Körper kann eine Schwäche erleiden.

(Quelle: Gewässerpolizei Bern)

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Kommentare

User #1516 (nicht angemeldet)

Wirbellose Tiere gibt's in der SVP massenhaft.

User #1344 (nicht angemeldet)

Höhere Parkpreise und weniger Parkplätze in den Städten könnten den Verkehrsdruck reduzieren, während sich der Dichtestress auf das Umland verlagert.

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