Über Pfingsten kam es zu Gewittern über der ganzen Schweiz. Im Wallis wurden drei Personen verletzt, in Uri wurde die Axenstrasse wegen Steinschlägen gesperrt.
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Wegen Steinschlägen musste die Axenstrasse in Uri gesperrt werden. (Symbolbild) - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Das heftige Gewitter am Sonntag forderte drei Verletzte im Kanton Wallis.
  • SRF Meteo warnte vor einem Sturm und rief die Menschen dazu auf, im Haus zu bleiben.
  • In der ganzen Schweiz wurden von Meteonews am Sonntag 23'500 Blitze registriert.

Mehrere Gewitterzellen zogen am Sonntag von Westen her über das Land, wie verschiedene Wetterdienste auf Twitter mitteilten. Sie waren teils von Hagel, Starkregen und Orkanböen begleitet.

Im Kanton Wallis wurden drei Personen durch das Unwetter verletzt. Zwei von ihnen, weil eine Sturmböe ein bei einem Fussballturnier aufgestelltes Zelt wegwehte, wie die Kantonspolizei mitteilte. Zudem seien Dächer abgedeckt worden und Gerüste eingestürzt. Aus anderen Gegenden wurden weder Verletzte noch grössere Schäden gemeldet.

Gefahr für Leib und Leben

Am späteren Sonntagnachmittag kam es vor allem in der Ostschweiz, im Kanton Tessin und im Kanton Graubünden zu heftigen Gewittern. SRF Meteo warnte für den Süden vor einem Sturm und rief die Menschen auf, im Haus zu bleiben. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben.

Bereits am Vormittag zog eine Gewitterfront über die Westschweiz und den Kanton Bern mit Sturmböen, Starkregen und Hagel. Die heftigsten Böen mass Meteoschweiz in Egolzwil LU mit 132,8 Kilometern pro Stunde, was gleichzeitig Juni-Rekord ist. Ebenfalls einen Monatsrekord gab es in Visp VS mit 108,7 km/h, wo das Rhonetal den Sturm kanalisiert hatte.

Bereiten Ihnen die Gewittermeldungen Sorgen?

Die Unwetter brachten Starkregen. Die grösste Menge innerhalb von lediglich zehn Minuten fiel gemäss Meteoschweiz in Oberiberg SZ mit 22,9 Litern pro Quadratmeter. Fast gleichviel regnete es in der Zeitspanne mit 22,5 Litern in Eggersriet SG.

23'500 Blitze über der Schweiz

Meteonews registrierte am Pfingstsonntag landesweit 23'500 Blitze. Besonders betroffen war der Kanton Bern mit über 3000 Blitzen. In Samnaun GR schlug ein Blitz in einen Dachstock und verursachte Schaden für Zehntausende von Franken. Im Urnerland setzte Blitzschlag im Wald bei Gurtnellen einen Baum in Brand.

Verglichen mit dem Vorjahressommer relativiert sich die Zahl der Blitze indessen: Meteoschweiz mass damals an sieben Tagen mehr Blitze als am Sonntag und am 28. Juni 2021 mit 48'650 am meisten.

Axenstrasse gesperrt

Vielerorts kam es zu heftigem Hagelschlag. Meteoschweiz meldete etwa drei Zentimeter grosse Hagelkörner aus Sankt Stephan im Berner Oberland. Bilder des Wetterdienstes zeigten zudem hagelbedeckte Wiesen im Kanton Sankt Gallen und im Appenzellerland.

Im Kanton Uri kam es am Sonntagnachmittag zu Steinschlägen. Verletzt wurde laut Kantonspolizei niemand, die Axenstrasse zwischen Flüelen und Sisikon war aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt.

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