Crans-Montana: Sieben Brandopfer haben bereits Perücken bestellt
Im Zeichen der Solidarität wurden für die Brandopfer von Crans-Montana VS kiloweise Haare gespendet. Sieben Betroffene griffen bisher auf die Hilfe zurück.

Das Wichtigste in Kürze
- Innert eines Monats wurden 30 Kilo Haare für die Brandopfer von Crans-Montana gespendet .
- Die Aktion «Crans-Montana solidarité» wurde von Friseurin Cindy Blanc ins Leben gerufen.
- Spenden kamen aus der ganzen Welt und bisher gingen sieben Bestellungen ein.
Eine Friseursalon-Besitzerin aus Martigny VS hat Anfang Januar eine Solidaritätswelle ausgelöst: Cindy Blanc startete einen Haarspenden-Aufruf für die Opfer des Brands von Crans-Montana.
Die Initiative wurde über die Facebook-Gruppe «Crans-Montana solidarité», mit heute über 21'000 Mitgliedern, bekannt gemacht. Innerhalb nur eines Monats kamen über 30 Kilogramm Haare zusammen.
Zahlreiche Haarsalons boten gratis Haarschnitte für Haarspenden. Diese landeten dann allesamt bei Cindy Blanc.
Einige Betroffene schöpften bereits Mut daraus. Sieben Anfragen für Perücken sind bisher eingegangen, bestätigt die Administrations-Zuständige der Gruppe, Audrey Litschi, gegenüber «Ticinonews».
Alle Augen auf die Schweiz
«Die Spenden kamen grösstenteils aus der Schweiz, Frankreich und Italien», erklärt Litschi. Doch die Solidarität ging weit über Europa hinaus. So erreichten sogar Spenden von der Insel Martinique das Wallis.
Doch nicht alle Haare können verwendet werden. Litschi: «Für die Herstellung von Perücken benötigt man Haare mit einer Mindestlänge und in gutem Zustand.» Blondierte Haare etwa entsprächen nicht den Standards.
Für eine einzelne Perücke würden etwa 400 Gramm Haare benötigt. Der Herstellungsprozess erfordere Zeit und Präzision.
Mehrere Perücken pro Person geplant
Noch sind nicht alle Verletzten aus dem Koma erwacht. Die Gruppenmitglieder rechnen deshalb mit weiteren Anfragen und wollen entsprechend gerüstet sein.
«Das Ziel ist es, jeder Person mehrere Perücken zur Verfügung zu stellen», so Litschi zum Tessiner Medium. Doch nicht nur Crans-Montana-Brandopfer, auch Krebspatienten etwa sollen von den Spenden profitieren können. So könne die Aktion möglichst vielen Menschen zugutekommen.













