Zürich und Waadt verlängern Engagement für Sprachaustausch
Die Kantone Zürich und Waadt verlängern ihre Partnerschaft im Bereich des schulischen Sprachaustausches. Die entsprechenden Vereinbarungen wurden am Freitag in Lausanne erneuert.

Aus einer vor fünf Jahren unterzeichneten Absichtserklärung gingen seit 2021 auch drei Kooperationserklärungen hervor, je eine für die Volksschule, die Mittelschule und die Berufsfachschule. Diese haben zum Ziel, den Sprachaustausch zu fördern.
Die beiden Kantone bekräftigten am Freitag mit der Erneuerung der Vereinbarungen ihr Engagement für ein lebendiges Lernen der Landessprachen und für eine Stärkung des nationalen Zusammenhalts, wie es in einer Mitteilung der beiden Kantone hiess.
Die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) und der Waadtländer Bildungsdirektor Frédéric Borloz (FDP) betonten bei dieser Gelegenheit, wie wichtig es sei, den Kindern die Landessprachen spielerisch und lebendig zu vermitteln, etwa im Austausch mit Gleichaltrigen. Auf diese Weise festige sich in der Schule Gelerntes besonders gut.
Am Treffen wurde auch eine Bilanz der Partnerschaft gezogen. Demnach entstanden in den letzten fünf Jahren mehrere neue Austauschprojekte. So beispielsweise das zweisprachige Klassenlager «Deux im Wald», an dem seit 2021 rund 400 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben. Rund 150 Gymnasialklassen übten die jeweils andere Landessprache bereits in «E-Tandems», bei denen sich die Jugendlichen per Videocall austauschten. Neu werden diese E-Tandems auch in den Berufsfachschulen angeboten.
Auf Seiten der Lehrkräfte haben 73 Lehrerinnen und Lehrer (39 aus dem Kanton Waadt und 34 aus Zürich) am Programm «Culture mobile» teilgenommen und in Klassen des Partnerkantons Aktivitäten angeboten.
Für die Zukunft werden insbesondere Überlegungen angestellt, wie der Zugang zu kurzen Sprachaufenthalten in der Volksschule vereinfacht werden kann. Ein weiteres Sprachaustauschmodell wurde zu Beginn dieses Schuljahres lanciert, das auf einer Brieffreundschaft zwischen Schülerinnen und Schülern basiert, die gerade beginnen, eine zweite Landessprache zu lernen.










