Aufgaben der Spitäler im Unterwallis neu verteilt
Das Spital Sitten wird ab 2027 das zentrale Operationszentrum des französischsprachigen Teils des Kantons Wallis.

Der Staatsrat hat das neue medizinisch-pflegerische Konzept des Spitalzentrums des französischsprachigen Wallis (CHVR) genehmigt. Die Reorganisation steht insbesondere im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des erweiterten Spitals von Sitten im zweiten Halbjahr 2027, wie die Kantonsregierung am Freitag mitteilte.
«Wir klären die Aufgaben jedes Standorts. Das Ziel ist es, ein starkes, modernes und für die Herausforderungen von morgen gerüstetes CHVR zu haben, ohne Spitäler zu schliessen», sagte der Walliser Gesundheitsdirektor Mathias Reynard (SP) vor den Medien.
Der Kanton genehmigt die Schaffung von zwei zusätzlichen Operationssälen im neuen Gebäude, so dass in Sitten insgesamt 17 Säle zur Verfügung stehen werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 4 Millionen Franken.
Zukunftsvisionen und Finanzierungspläne
Sie sollen durch die Rahmenbürgschaft von 294 Millionen Franken gedeckt werden, die der Staatsrat im April beantragt hatte. Sie soll demnächst dem Grossen Rat vorgelegt werden.
Durch die Erweiterung gibt es auch mehr Spitalbetten in Sitten. Bis 2035 steigen die Kapazitäten voraussichtlich von 316 auf 474 Betten. Die Akutmedizin soll ab 2035 in Sitten zusammengelegt werden.
In den Spitälern von Siders und Martigny sollen insbesondere die Altersmedizin, die Rehabilitation, ambulante Sprechstunden und ein ärztlicher Bereitschaftsdienst angesiedelt werden.
Der Standort St-Amé wird über Wartebetten sowie eine Übergangspflegeeinheit verfügen. In Malévoz werden Erwachsenenpsychiatrie -psychotherapie sowie die ambulante und ortsnaher Psychiatrie angeboten.