Ärger wegen No-Shows: SAC-Hütten führen Reservationsgebühr ein
Wer eine SAC-Hütte bucht und nicht erscheint, zahlt künftig drauf. Die Abgeordneten des Schweizer Alpen-Clubs haben heute eine Reservierungsgebühr beschlossen.

Das Wichtigste in Kürze
- 40 Prozent aller SAC-Buchungen werden annulliert oder die Gäste erscheinen nicht.
- Die Abgeordnetenversammlung des SAC hat heute eine Reservierungsgebühr beschlossen.
- Die Gebühr wird bereits bei der Buchung erhoben und bei Nichterscheinen einbehalten.
Volle Hütten auf dem Papier, leere Betten in der Realität: Der Schweizer Alpen-Club SAC kämpft mit einem wachsenden Problem.
Laut SRF werden 40 Prozent aller Buchungen annulliert oder die Gäste erscheinen schlicht nicht. Gleichzeitig steigt die Nachfrage. Im Jahr 2025 gab es über 400'000 Übernachtungen in SAC-Hütten.
Nun reagiert der SAC: Die Abgeordnetenversammlung hat heute entschieden, eine einheitliche Reservierungsgebühr für bewartete Hütten einzuführen.
Sie beträgt zehn Franken pro Gast und Nacht und wird beim Aufenthalt angerechnet, wie der SAC in seiner Mitteilung schreibt.
Bei einer Stornierung oder bei Nichterscheinen wird sie nicht zurückerstattet. Damit will der SAC die Verbindlichkeit von Reservationen erhöhen und Mehrfachbuchungen verringern.
No-Show-Gebühr wird verschärft
Neu ist das Prinzip nicht ganz. Bereits heute verlangt der SAC eine Gebühr von Gästen, die nicht erscheinen und sich nicht rechtzeitig abmelden.

Eine kostenlose Annullierung ist bei allen Hütten bis zwei Tage vor der Übernachtung möglich. Mit der neuen Reservierungsgebühr werden die bestehenden Regeln nun deutlich verschärft.








