Klimawandel

    Alpen sind wegen des Klimawandels bereits im Sommer braun

    Keystone-SDA
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    Basel,

    Das alpine Grasland wird zunehmend bereits im Sommer braun. Grund dafür ist der Klimawandel, wie eine neue Studie nahelegt.

    Die Pflanzen in diesen Behältern wurden schon mehrere Monate vor der Schneeschmelze dem Sommerwetter ausgesetzt.
    Die Pflanzen in diesen Behältern wurden schon mehrere Monate vor der Schneeschmelze dem Sommerwetter ausgesetzt. - sda - Universität Basel

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Vegetationsperiode bei Alpenpflanzen verändert sich durch den Klimawandel nicht.
    • Laut einer neuen Studie wird das alpine Grasland deshalb bereits im Sommer braun.

    Anders als bei vielen Pflanzenarten im Flachland verlängert sich die Vegetationsperiode bei den häufigsten Pflanzen in den Alpen durch den Klimawandel nicht. Das alpine Grasland wird deshalb zunehmend bereits im Sommer braun, kommt eine neue Studie zum Schluss.

    Der Grossteil der alpinen Pflanzen hörte nach fünf bis sieben Wochen auf zu wachsen und leitete den Alterungsprozess ein, wie die Universität Basel in einer Mitteilung zur kürzlich im Fachblatt «Nature Communications» veröffentlichten Studie schrieb.

    «Wir waren erstaunt, wie stur die dominante Pflanzenart auf Alterung umschaltet und braun wird», wird Erika Hiltbrunner, Leiterin der alpinen Forschungsstation (Alpfor) auf dem Furkapass in der Mitteilung zitiert. Denn viele Pflanzen bleiben wegen des Klimawandels länger grün. Im Frühling treiben sie früher aus und im Herbst profitieren sie länger von warmen Temperaturen.

    Änderungen dauern Jahrzehnte

    Es gibt zwar auch einzelne alpine Pflanzenarten, deren innere Uhr weniger strikt auf eine bestimmte Länge der Wachstumsperiode fixiert ist und die bei günstigen Bedingungen länger aktiv bleiben. Solche Arten könnten laut der Studie künftig häufiger werden und die heute dominanten Arten verdrängen.

    Allerdings schätzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass diese Änderungen in der Artzusammensetzung Jahrzehnte oder länger dauert.

    Tessiner Alpen
    In den Tessiner Alpen ist ein 58-jähriger Schweizer tödlich verunglückt. (Sybolbild) - dpa

    Für ihre Studie entnahmen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Basel intakte Blöcke von alpinem Rasen und brachten sie in begehbare Klimakammern am Botanischen Institut Basel.

    Hier liessen sie die Rasenstücke in kalter Dunkelheit künstlich überwintern und schickten einen Teil dann bereits im Februar in den Sommer. Einen zweiten Teil liessen sie bis im April im kalten Dunkeln, bevor auch für diese Rasenstücke der Sommer in den Kammern eingeschaltet wurde.

    Das Wachstum und die Alterung dieser Pflanzen verglichen die Forschenden mit ihren natürlich wachsenden Nachbarn in 2500 Metern Höhe, die erst Ende Juni aus dem Schnee kamen.

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