AKW Gösgen nimmt Betrieb wieder auf

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Olten,

    Nach zehn Monaten Stillstand darf das AKW Gösgen in Däniken SO ab Montag wieder hochgefahren werden.

    AKW Gösgen
    Nach zehn Monaten Stillstand startet das AKW Gösgen den Betrieb erneut. - Nau.ch/Werner Rolli

    Das Eidgenössische Nuklearinspektorat hat dem AKW Gösgen am Montag die Freigabe zum Wiederanfahren erteilt, berichtet «swissinfo.ch». Die Anlage in Däniken SO war seit Mai 2025 abgeschaltet.

    Das «Ensi» bestätigte in einer Medienmitteilung, dass alle erforderlichen Sicherheitsnachweise vorliegen. Das Werk stand still, um eine mögliche Schwachstelle im Speisewassersystem zu beheben.

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    Das «Ensi» erklärt, dass die Betreiber gedämpfte Rückschlagventile im Speisewassersystem einbauen mussten. Zusätzlich wurden verschiedene Rohrleitungshalterungen ertüchtigt und verstärkt.

    Erhebliche finanzielle Folgen

    Der ungeplante Betriebsausfall verursachte massive Kosten für die Betreiber, meldet «Cash». Der Energiekonzern Alpiq, Hauptaktionär mit 40 Prozent, beziffert die Ausgaben auf rund 150 Millionen Franken für 2025.

    Insgesamt belaufen sich die geschätzten Gesamtkosten für alle Eigentümer auf über 530 Millionen Franken. Auch die Solothurner Staatsfinanzen wurden belastet.

    Der Regierungsrat rechnet mit verringerten Steuerzahlungen durch Alpiq im sechsstelligen Millionenbereich. Darüber hinaus entfallen Wassergebühren vollständig, da die Kühlwasserentnahme aus der Aare wegfiel.

    Bedeutung des AKW Gösgen für die Stromversorgung

    Das AKW Gösgen produziert normalerweise rund acht Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr. Dies deckt etwa 13 Prozent des schweizerischen Stromverbrauchs ab, erklärt «Cash».

    AKW Gösgen
    Das AKW Gösgen erzeugt jährlich etwa acht Milliarden Kilowattstunden Strom. - Nau.ch/Werner Rolli

    Der mehrmonatige Ausfall verstärkte die Abhängigkeit der Schweiz von Stromimporten während der kritischen Wintermonate erheblich.

    Die Anlage ging 1979 in Betrieb und ist damit über 45 Jahre alt. Mit der Wiederaufnahme des Betriebs kehrt ein bedeutender Stromerzeuger ins Schweizer Energiemix zurück.

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    Kommentare

    User #6183 (nicht angemeldet)

    Bossing gegen Angestellte immernoch ein Thema wo das ENSI brav wegschaut.

    User #2450 (nicht angemeldet)

    Das ENSI soll einfach die EWZ Anteile kaufen.

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