Akten zeigen: Es waren deutlich mehr Gäste in Brand-Bar als erlaubt
Die neusten Erkenntnisse aus den Ermittlungsakten bestätigen den Verdacht: In der Inferno-Bar hielten sich am 1. Januar deutlich mehr Gäste auf als erlaubt.

Das Wichtigste in Kürze
- In der Neujahrsnacht starben zahlreiche Menschen bei einem Brand in Crans-Montana VS.
- Jetzt bestätigen die Akten, dass die erlaubte Gästeanzahl deutlich überstiegen wurde.
- 164 Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der Bar.
Fast vier Monate nach der verheerenden Brand-Tragödie in Crans-Montana VS kommen laufend neue Details ans Licht.
Klar wird nun auch: Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich mehr Personen in der Bar als eigentlich zugelassen wären. Das schreibt die «NZZ» unter Berufung auf die Ermittlungsakten.
164 Personen sollen im «Le Constellation» gefeiert haben. 132 befanden sich im Untergeschoss, wie die Zeitung schreibt. Nur zwei von ihnen standen im Fumoir, alle anderen feierten im restlichen Bereich.
Gemäss der nationalen Brandschutz-Richtlinien hätten sich dort allerdings nur 100 Personen aufhalten dürfen.
132 Personen im Untergeschoss
Gezählt wurden die Personen von der Kantonspolizei anhand der Videoaufnahmen von Überwachungskameras in der Bar. Die Gesamtzahl der Gäste übersteigt damit die Opferzahl von 156 nur knapp.
41 Menschen starben am 1. Januar 2026, 115 Personen überlebten verletzt, teilweise schwer. Wie viele Personen insgesamt zugelassen wären, ist nicht klar.
Es gab zu wenig Fluchtwege
Mit den neusten Erkenntnissen, die die Zeitung durch die Akten erlangen konnte, bestätigt sich auch eine weitere Tatsache: Es gab definitiv zu wenig Fluchtwege.
Bei 164 Personen hätte es drei Ausgänge mit einer Breite von 90 Zentimetern geben müssen. Zwei davon hätten eine Breite von mindestens 1 Meter und 20 Zentimeter aufweisen müssen.
Stattdessen war die Flucht für die Feiernden lediglich über einen Ausgang möglich. Die meisten Todesopfer wurden dort gefunden.

















