Air Zermatt spürt teures Kerosin – Kunden zahlen Aufschlag
Air Zermatt füllte wegen des Iran-Kriegs seine Kerosintanks auf. Dadurch kann das Unternehmen normal fliegen, verlangt aber einen Aufschlag.

Das Wichtigste in Kürze
- Wegen der Blockade der Strasse von Hormus steigen die Preise für Öl und Kerosin.
- Air Zermatt wälzt die Mehrkosten in Form eines Aufschlags auf die Kundschaft ab.
- Wegen gefüllter Tanks ist der Normalbetrieb aber nicht in Gefahr.
Die Flugbranche leidet unter dem Iran-Krieg und der Blockade der Strasse von Hormus. Dadurch wurden Öl, Benzin und Kerosin teuer. Airlines erhöhen die Preise und streichen teilweise Flüge.
Auch Air Zermatt spürt die höheren Kosten, kann aber den Betrieb ganz normal aufrechterhalten. Grund dafür sind die vollen Kerosintanks und ein Aufschlag für Kunden.
Bruno Kalbermatten, Sprecher des Walliser Helikopterunternehmens, sagt gegenüber «Pomona», dass alle Tanks gefüllt worden seien, als sich Turbulenzen abzeichneten. Air Zermatt verfügt an allen Basen über Tankanlagen, 250'000 Liter Kerosin können darin gehalten werden. Bei einem monatlichen Verbrauch von 90'000 Litern kann Air Zermatt also auch bei fehlendem Nachschub fast drei Monate normal fliegen.
Die dezentrale Lagerung des Kerosins sei «von zentraler Bedeutung» für das Rettungs- und Transportunternehmen, so Kalbermatten. Dies erlaube rasche Einsatzbereitschaft von überall. Zudem achte Air Zermatt darauf, die Lagerbestände möglichst hoch zu halten, um auf mögliche Lieferschwierigkeiten vorbereitet zu sein.
Der Sprecher sagt aber auch, dass die steigenden Kerosinpreise eine direkte Auswirkung auf die Kostenstruktur hätten. Sie würden direkt an die Kundschaft weitergegeben. So erhebe man einen Zuschlag, der sich an den Einkaufspreisen orientiere und monatlich angepasst werde. Aktuell verlangt Air Zermatt einen Zuschlag von vier Prozent auf den Preis einer Flugminute.
Air Zermatt versorgt im Wallis abgelegene SAC-Hütten und transportiert geschlagenes Holz aus schwer zugänglichen Wäldern. Zudem birgt das Unternehmen verletzte Berggänger und führt Rundflüge für Touristen durch.
















