Bundesrat

    Ab 2026 ist Nachstellen oder Stalking ein eigener Straftatbestand

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Stephan Felder

    Bern,

    Stalking oder sogenanntes Nachstellen ist ab Anfang 2026 ein Straftatbestand und kann mit Freiheits- oder Geldstrafen geahndet werden.

    Stalking
    Stalking ist ab 2026 ein eigener Straftatbestand. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Stalking oder sogenanntes Nachstellen ist ab Anfang 2026 ein Straftatbestand.
    • Er kann mit Freiheits- oder Geldstrafen geahndet werden.
    • Das hat der Bundesrat entschieden.

    Die Folgen von Stalking könnten gravierend sein, schreibt der Bundesrat zum Entscheid vom Mittwoch.

    Es könne die selbstbestimmte Lebensgestaltung und damit die persönliche Freiheit der Opfer erheblich gefährden.

    Diese litten oft unter seelischen, aber auch sozialen und wirtschaftlichen Schäden.

    Strafrechtliche Verfolgung nur auf Antrag

    Eine strafrechtliche Verfolgung wegen Stalking gibt es indes nur auf Antrag, also wenn ein Opfer eine Strafanzeige macht.

    So wollte es das Parlament. Gegen den Willen des Opfers gibt es damit kein Verfahren.

    Auch müssten sich im Verfahren Opfer und Täter respektive Täterin begegnen, wurde argumentiert. Das könne belastend sein.

    Findest du Gesetz und Strafmass zu Stalking angemessen?

    Gemäss dem neuen Gesetzestext wird das Vergehen mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Busse bestraft.

    Es betrifft Personen, die andere verfolgen, belästigen oder bedrohen. Und zwar auf eine Weise, welche die betroffene Person erheblich in ihrer Lebensgestaltungsfreiheit beschränkt.

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    Kommentare

    User #4077 (nicht angemeldet)

    Das Steuer und Betreibungs und andere Verwaltungen stellen den Bürgern nach - alle in den Knast aber dali.

    User #8568 (nicht angemeldet)

    V.a. wurde jetzt mal an die Ursache rangegangen, statt nur Symptombekämpfung betrieben, indem man die Opfer wegen angeblicher Paranoia, welche erst und überhaupt durch den Stalker verursacht wurde, einfach in die Klapse steckt und meint, damit sei das Problem gelöst oder sich die Opfer von einer Opferberatungsstelle zu nächsten hangeln müssen, welche sehr wahrscheinlich eh keine juristische Handhabe haben. Probleme kann nur effizient lösen, wenn man sie bei der Wurzel packt - sprich an die Ursache rangeht. Und alles andere ist Schaumschlägerei und bringt gar nichts!

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