Aarau

    Veranstalter von Raveparty in Aarau verteidigt Sicherheitskonzept

    Keystone-SDA
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    Aarau,

    Rave-Veranstalter Olivier Grein verteidigt das Sicherheitskonzept. Gegen einen bewaffneten Angriff von aussen sei kaum ein Kraut gewachsen, sagt er.

    Aarauer Rave Schüsse
    Rote Rosen erinnern am Zugang zum Rave-Gelände an das Opfer: «Einen bewaffneten Angriff auf eine grosse Menschenmenge kann man höchstens mit einem riesigen Polizeiaufgebot verhindern», sagte Veranstalter Olivier Grein. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach den Schüssen auf den Aarau-Rave spricht der Veranstalter über das Sicherheitskonzept.
    • Grein verteidigt das Sicherheitskonzept und sieht nun vor allem die Politik gefordert.
    • Der Veranstalter lobt zudem den selbstlosen Einsatz der Sicherheitsleute vor Ort.

    Der Veranstalter der Raveparty in Aarau hat in einem Interview das Sicherheitskonzept auf dem Gelände verteidigt. Nun sieht er die Politik unter Zugzwang, wie Olivier Grein, Chef von Urban Agency Events, zur «Neuen Zürcher Zeitung» sagte.

    «Einen bewaffneten Angriff auf eine grosse Menschenmenge kann man höchstens mit einem riesigen Polizeiaufgebot verhindern», sagte Grein in der Zeitung vom Dienstag. «Wenn es aber einen solchen Angriff von aussen gibt, wüsste ich nicht, was wir tun könnten», sagte er.

    Aarau Rave
    Die Kantonspolizei Aargau sichert den Zugang zum Rave-Gelände – für die Sicherheit im Innern sei laut Veranstalter Olivier Grein er selbst zuständig, für den Umkreis die Polizei. - Keystone

    Der Veranstalter sei für die Sicherheit auf dem Gelände zuständig, die Polizei für den Umkreis. Grein findet es richtig, dass Eventveranstalter selbst keine bewaffneten Einsatzkräfte haben. «Wahrscheinlich wird die Polizei an Grossveranstaltungen in Zukunft präsenter sein, wie das in vielen Ländern bereits der Fall ist», mutmasste der Chef der Eventagentur.

    Für ihn sei entscheidend, wie die Politik reagiere. Dabei gehe es um Veranstaltungen vom Grümpelturnier bis zum Stadionkonzert. «Heute habe ich das Gefühl, dass der Daten- und Persönlichkeitsschutz höher gewichtet wird als das Verhindern von Verbrechen», kritisierte Grein. Diesbezüglich sehe er Handlungsbedarf.

    Schlimmeres verhindert

    Der Veranstalter lobte die Sicherheitsleute vor Ort: «Während noch Schüsse fielen, haben sie die Notausgänge aufgebrochen, damit die Menschen in alle Richtungen flüchten konnten.»

    Obschon das ihr Job sei, hätten die Sicherheitskräfte durch ihr selbstloses Verhalten Schlimmeres verhindert. Der Projektleiter des Raves habe eine verletzte Person in Sicherheit gebracht und Erste Hilfe geleistet, sagte Grein.

    Aarau Rave
    Schwer bewaffnete Einsatzkräfte im Einsatz nach der Schiesserei: Veranstalter Olivier Grein rechnet künftig mit einer stärkeren Polizeipräsenz an Grossveranstaltungen. - Keystone

    An der von seiner Firma veranstalteten Raveparty in Aarau kam es in der Nacht auf Sonntag zu einer Schiesserei. Dabei wurde eine 22-jährige Italienerin getötet und fünf Personen teils schwer verletzt. Die Kantonspolizei verhaftete einen Tatverdächtigen.

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